Microsoft dominiert bei E-Mail

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E-Mail ist das Rückgrat jeder Unternehmenskommunikation. Und dabei führt fast kein Weg mehr an Microsoft vorbei.

Der Markt für E-Mail-Systeme hat sich in den vergangenen zwölf Monaten stärker verändert als zuvor in 30 Jahren, so die Einschätzung der Analysten von Gartner. Novell ist durch Attachmate gekauft worden und Cisco hat sich nach einem Investment von 250 Millionen Dollar über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren einfach aus dem Markt zurückgezogen.  Im deutschen Markt hat Microsoft Exchange bei Autoriesen Daimler Benz Lotus Notes abgelöst, ein Tiefschlag für IBM. Tatsächlich erkennen die Gartner-Analysten nur noch Microsoft das Attribut »strong positive« zu. Google, IBM und VMware/Zimbra werden als positiv eingestuft. Mirapoint/Critical Path, Novell/Attachmate und OpenXchange erhalten die Note »promising.« Im Einzelnen dominiert Microsoft mit Exchange. Service Pack 2 für Exchange 2010 kommt wahrscheinlich im vierten Quartal und wird unter anderem segmentierte Adresslisten unterstützen. In Sachen Cloud hat Microsoft aber noch kein vollständig abgerundetes Angebot. Hier ist ein Angriffspunkt für Google mit Enterprise Gmail. Allzu viele Kunden gibt es dafür noch nicht, aber neben einigen US-Firmen hat sich der niederländische Konzern Ahold für Google entschieden (55.000 Arbeitsplätze). Auch IBM hat mit Lotus Live ein gutes Cloud-Angebot, für das sich aber in erster Linie die Bestandskunden interessieren. Generell sollten die Kunden die Auswahl eines E-Mail-Systems nicht auf die leichte Schulter nehmen, so die Empfehlung von Gartner. Die Entscheidung bindet ein Unternehmen für mindestens ein Jahrzehnt.

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