CA will den Identity Lifecycle ankurbeln

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Mit drei neuen Produkten stärkt CA seine Position im Markt für Identity und Access Management-Lösungen. Auch die Konkurrenz sieht die Potentiale des Marktes.

CA, nach eigener Aussage eines der führenden Unternehmen für IT-Management-Software, baut seine “Identity and Access Management” (IAM)-Strategie weiter aus – bei CA Deutschland ist das aufgehängt unter dem schön anglisierten Begriff “Enterprise IT Management” (EITM) . Die neuen Lösungen sollen Unternehmen bei Zertifizierungsprozessen und bei der Einhaltung der verschiedensten Compliance-Vorgaben unterstützen. Das Unternehmen kündigte daher kürzlich drei neue Produkte für den CA Identity Access Manager Version 12 an: CA Identity Manager, CA Access Control und CA Security Compliance Manager setzen auf den Vorgänger-Versionen auf, die CA Ende letzten Jahres rund um die Zugriffskontrolle für Server auf den Markt gebracht hat.

CAs Schachzug erinnert an ähnliche Bemühungen anderer Anbieter von Lösungen für die Identifizierungs- und Zugriffskontrolle. IBM brachte erst kürzlich eine neue Version seiner Identity-Management-Software heraus. Und Sprecher von Sun Microsystems kündigten vor geraumer Zeit an, dass sie für die nächsten Monate einige Neuheiten im Bereich Identifizierungs-Software in petto hätten.

Neuesten Untersuchungen von Forrester Research zufolge soll der Markt für Identity- und Access-Management bis 2014 auf 12,3 Milliarden Dollar weltweit anwachsen. CA hat diesen Markt fest im Visier. Bereits mit dem CA Security Compliance Manager hat das Unternehmen ein Produkt auf den Markt gebracht, das plattformübergreifende Zugriffskontrollen für Server bietet und das Management komplexer, spezifischer und rollenbasierter Serverzugriffe unterstützt.

“Dieses Produkt automatisiert den Zertifizierungsprozess und ermöglicht den Unternehmen, fortlaufend die Nachweise zu bringen, die für den Geschäftsalltag im Sinne der Compliance-Regeln erforderlich sind”, sagt Linda Liberti, Vice President of Security Management bei CA.

CA Access Control Version 12 soll ein verbessertes Reporting ermöglichen, indem zum Beispiel Daten in relationale Datenbanken Dritter eingespeist werden, um benutzerdefinierte Reportings zu erzeugen. CA hat außerdem eine Reihe standardisierter Reports integriert, die als Vorlagen dienen können.

Ein weiteres Schlüsselelement der neuen Lösung ist das Zugriffsmanagement virtueller Umgebungen: Zu den unterstützten Plattformen gehören Vmware ESX, Sun Solaris 10 Zones, Microsoft Virtual Server, Linux Xen, IBM AIX LPAR, HP-UX vPAR und z/VM.

“Mit dem erweiterten Zugriffsmanagement virtueller Umgebungen wollen wir Unternehmen dabei unterstützen, ihre betriebliche Effizienz zu verbessern, die Einsatz- und Wartungskosten zu senken und gleichzeitig die Flexibilität zu erhöhen, um neue Sicherheitsanforderungen zu managen”, sagt Liberti in schönstem US-Marketing-Geblubber – das aber genauer betrachtet tatsächlich den Nutzen der Lösungen für Großkunden beschreibt.

Von den drei neuen Produkten sind zwei sofort verfügbar: CA Access Control und CA Security Compliance Manager. Der CA Identity Manager soll Anfang juli auf den Markt gebracht werden.

Während Firmen wie CA, Sun und IBM mit entsprechenden Lösungen Standards für internationale Großkunden anbieten, sind im deutschen Markt vor allem spezialisierte Systemhäuser wie die Völcker Informatik mit Identity- und Compliance-Lösungen betraut. Dass hier Geld zu verdienen ist, lässt sich aus den Aussagen ableiten, die uns Völcker-Pressesprecher Peter Weierich auf der CeBIT erzählte: “Wir machen eigentlich kein Projekt unter 100.000 Euro”.

Der Unterschied zu den US-Lösungen: Völcker verkauft nicht nur seine Anwendungen, sondern auch das gesamte Projektgeschäft rundherum. Und an dem könnten Systemhaus- und VAR-Partner von Software-Anbietern wie Computer Associates durchaus noch ordentlich teilhaben.

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