Marktbarometer Q4/2018: Diese Produkte liebt der Channel

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Jedes Quartal veröffentlicht die ITK-Plattform ITscope seine aktuellen Marktzahlen. Nun sind die entscheidenden Zahlen aus Q4 2018 bekannt – die Tops und Flops im Channel lesen Sie hier.

Apple führt in allen Produktbereichen? Nein, so mancher ITscope Marktbarometer Experte wird jetzt überrascht sein. Nach vielen Monaten und Jahren der Apple-Herrschaft räumen nun HP, Lenovo und Microsoft in vielen Produktkategorien ab.

Welche Produkte im entscheidenden vierten Quartal 2018 das Rennen im Channel gemacht haben, fassen wir Ihnen hier zusammen.


Hintergrund: Der Herausgeber des Marktbarometer ist die ITscope aus Karlsruhe. Das Unternehmen zentralisiert Vertrieb und Einkauf auf einer ITK-Plattform. Seit nunmehr 15 Jahren zeigt ITscope exklusiv für ITK-Fachhändler und Systemhäuser Markt- und Preisvergleiche und veröffentlicht diese jeweils in einem Marktbarometer. Dieser beginnt mit den Neueinsteigern, auch genannt „Highflyer“. In den beliebten Produktkategorien stehen dieses Mal vor allem Notebooks, PC-Komplettsysteme und Software im Rampenlicht.


Highflyer: Apple und Microsoft geben den Ton an

Im Weihnachtsgeschäft 2018 konnte sich der Handel wieder über jede Menge interessante Neueinsteiger freuen, von Apple zum Beispiel, aber auch von Microsoft, wobei sich das neue 2019er-Software-Lineup im aktuellen Marktbarometer deutlich abhebt.

Nummer 1 der Highflyer, der sich zudem als weihnachtstauglich entpuppt, ist das Microsoft Office Home & Business 2019 in der Boxversion (T5D-03210) mit satten 6.938 Klicks – weit weg von allen anderen Neueinsteigern. Während der Trend zu Office 365 geht, handelt es sich dabei um eine günstige „on-premise“-Alternative für Kunden, die noch nicht auf den Cloud-Zug springen wollen. Allerdings läuft das Office-Produkt mit neuen Funktionen für Excel etwa nur noch unter Windows 10.

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Zahlreiche 6.938 Klicks weist Microsoft Office Home & Business 2019 auf. (Bild: ITscope)

Um bei Microsoft und Software zu bleiben: Recht gut abgeschnitten hat, obwohl erst zwei Monate gelistet, auch der Microsoft Windows Server 2019 in der Standardversion (P73-07790) mit 2.156 Klicks auf Platz 6, ebenso das schwarze Microsoft Surface Pro 6 mit Core i5-8350U, 8GB RAM und 256 GB SSD (LQ6-00018). Das ist mit 2.172 Klicks dicht davor auf Platz 5 gelandet.    

Platz 2 konnte sich mit 2.708 Klicks das space-graue Apple iPhone Xs mit 256 GB Speicherplatz (MT9H2ZD/A) sichern. Die nächstbeliebte Variante mit 64 GB hat im Marktbarometer für Q4/2018 weit weniger gut abgeschnitten. Top 3 unter den Senkrechtstartern ist mit 2.392 Klicks die Intel-CPU i9-9900K (BX80684I99900K) mit einer Taktrate von 3,6 GHz und 16 MB Cache. Nach den Anfangsschwierigkeiten im Vorquartal hat sich der neue Prozessor schließlich noch zum echten Verkaufsschlager entwickelt. Mit der Leistung eines Serverprozessors, ist der 8-Kerner deutlich günstiger bei einem HEK von zuletzt unter 500 Euro. Golem nennt ihn bei „voll ausgefahrenen 4,7 GHz“ die schnellste CPU für weniger als 1.000 Euro.

Ebenfalls gut im Weihnachtsgeschäft 2018 gelaufen ist die Apple Watch Series 4 mit größerem Display und 16 GB in Space-Grau. Sie kam auf 1.602 Klicks und war bei den Wearables der Renner. Gleiches gilt für die spielefreudige Grafikkarte ASUS TURBO-RTX2080TI-11G, die mit 11 GB GDDR6 und für einen HEK von über 1.000 Euro eher im High-End angesiedelt ist und mit 1.555 Klicks gleich dahinter auf Platz 9 landete.

TFT-Monitore: HP gibt Gas und überholt Dell

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HP EliteDisplay E243: Auf ITscope weist der moderne Business-Monitor 2.201 Klicks auf. (Bild: ITscope)

Bei den Arbeitsplatzbildschirmen stellt der Aufstieg des HP EliteDisplay E2431 von Platz 3 auf Platz 1 mit 3.555 Klicks praktisch eine Revolution dar. Denn lange Zeit hat sich Dell mit gleich mehreren Monitoren an der TFT-Spitze gehalten. HP hat aber wohl verstanden, was im Büro gebraucht wird: 24 Zoll, viel Auflösung und das möglichst günstig. Von einigen Distributoren wurde das Gerät mit 1.920 x 1.200 Bildpunkten schon für rund 160 Euro angeboten.

Der hausinterne Rivale, das HP EliteDisplay E243 mit nur einfacher 1080p-Auflösung, kann da zwar nicht ganz mithalten, besticht aber mit 2.201 Klicks und klettert zwei Ränge auf Platz 5.

Die meisten anderen 24-Zöller bieten auch nur die 16:9-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel oder sind deutlich teurer, mit einer Ausnahme: Der Dell UlraSharp 2412M, der lange zu den Verkaufsrennern zählte, ist wohl als Reaktion auf den Kampfpreis des neuen Spitzenreiters auch schon für den HEK von etwa 160 Euro erhältlich. Dennoch ist er mit 1.793 Klicks vom sechsten auf Platz 10 abgerutscht. 

Der Dell UltraSharp 2419H mit 1080p im 16:9-Format hat von Platz 48 auf Platz 6 einen regelrechten Senkrechtstart hingelegt. Wohin die Reise geht, ist noch offen. Der vorherige Sieger der letzten zwei Quartale, der UltraSharp 2417H, ist im umsatzentscheidenden Weihnachtsquartal jedenfalls auf den achten Platz verwiesen worden. Der Dell UltraSharp U2715H mit der 2,5K- oder Wide-QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel ist dagegen um zwei Positionen auf Platz 2 hochgerutscht. Ob das schon den Trend gen 27 Zoll Bilddiagonale ankündigt, wird sich zeigen. In dem von 24 Zoll geprägten Spitzenfeld ist der Arbeitsplatzbolide allerdings noch eine Ausnahme.

Curved Breitbildmonitore wie der LG 34UM88C-P – von Platz 28 auf Platz 23 hochgekrabbelt – haben es in der Händler- und Kundengunst weiterhin schwer. Ob es dem Neueinsteiger Dell UltraSharp U4919DW gelingen wird, zu den Top 15 aufzusteigen, ist bei Platz 340 im Weihnachtsgeschäft 2018 noch offen. Interessant ist die Auflösung von 5.120 x 1.440 Bildpunkten allemal, besonders für Heavy Duty Gaming und Börsenplätze etwa. Der Preis ist mit ca. 1.000 Euro netto allerdings weniger heiß, noch zumindest. Das ist fast doppelt so viel wie beim LG-Monitor, der jedoch „nur“ 4K-UHD-Auflösung bietet.

Erstaunlich ist schließlich, dass der zuletzt schon als Neueinsteiger vorgestellte Konferenzmonitor Samsung Flip WM55H mit 4K Touchscreen es von Platz 77 auf Platz 26 geschafft hat – ein Achtungserfolg für so eine Speziallösung!

Tablets: Surface Pro oder iPad Pro – wer überzeugt die Business Kunden?

Bei den Tablet-PCs sind unter den Top 15 besonders die Neueinsteiger zu beachten – vor allem das Ringen zwischen Microsoft und Apple um die Vorherrschaft in der Business Class. Noch sitzen die ersten Reihen wie im Vorquartal fest im Sattel. Das sind das Microsoft Surface Pro mit 256 GB, der Klassensieger, der auf 4.875 Klicks kam, gefolgt vom Apple iPad 32 GB (MR7F2FD/A) und dem Surface Pro LTE mit 256 GB, mit 2.966 Klicks schon deutlich abgeschlagen.

Spannend bleibt, wie sich das neue Microsoft Surface Pro 6 mit Intel Core i5 der achten Generation im Vergleich zum massiv beworbenen Apple iPad Pro Wi-Fi + Cellular schlägt. Beide sind mit hochauflösenden 2,7k-Pixel-Displays und 256 GB Speicher ausgestattet. Das Apple Tablet ist etwas schlanker und leichter, dafür war Microsoft spendabler was die Akkuzkapazität angeht und verspricht 13,5h Videolaufzeit im Vergleich zu 10h Betriebsdauer beim iPad.

Damit scheint das Surface Pro im Microsoft-dominierten Business Umfeld wiederum die Nase vorn zu haben: Bei den Tablets hat es auf Anhieb Platz 6 geschafft, während das iPad Pro nur auf Platz 15 liegt, wobei zu berücksichtigen ist, dass dieses erst seit Ende Oktober Klicks einsammeln konnte.

Besser performen hier derzeit noch aus der vorigen Apple Generation die deutlich günstigeren 64 GB Varianten des iPad Pro WIFI + Cellular (von 16 auf Platz 10 hoch) und iPad Pro Wi-Fi (von 23 auf Platz 13). Microsoft hat wiederum mit dem Aufsteiger Microsoft Surface Go noch ein Pferd im Rennen, das sich von Platz 14 auf Platz 9 verbessert hat.

Von anderen Marken ist im aktuellen Tablet-Ranking kaum eine Spur, sieht man vom Lenovo MiiX 520-12IK8 ab, das es auf Platz 25 geschafft hat.

Mobiltelefone: Samsung mischt Sand ins Apple-Getriebe, der Rest ist Schweigen

Auch wenn es sich im ITscope Marktbarometer in Q4/2018 noch nicht niedergeschlagen hat, ist der Verkaufsstopp für die 2017 lancierten iPhones 7, 8 und X sicherlich das beherrschende Thema im Mobilfunkmarkt. Am 20. Dezember kurz vor Weihnachten hat der Chiphersteller Qualcomm vor dem Landgericht München laut Chip das Recht erwirkt, bei Hinterlegung einer Sicherheitsleistung in Höhe von jeweils 668,4 Millionen Euro für zwei Patente den Verkaufstopp in Deutschland vorläufig zu vollstrecken. Apple hatte besagte Geräte vorsichtshalber aus den eigenen Shops genommen. Am 3. Januar 2019 trat das Verkaufsverbot dann offiziell in Kraft. 

Ungeachtet dessen hat sich das space-graue iPhone 8 mit 64 GB Speichervolumen mit 4.453 Klicks weit vor allen anderen Smartphones in der Händlergunst erneut an der Spitze gehalten. Das iPhone X (MQAC2ZD/A), ebenfalls mit 64 GB, ist im Ranking lediglich um eine Position auf Platz 5 abgerutscht. Ob sich das Verkaufsverbot auch auf andere Kanäle als den Apple Shop ausdehnt und wie der Großhandel reagiert, ist ungewiss.

Die Stückzahlen gehen jeweils bereits runter, die Preise sind schon gesunken, das liegt aber wohl mehr an dem Marktstart der neuen Xr- und Xs-Modelle im Oktober. Die Historie für den neuen bzw. alten Klassensieger, besagtes iPhone 8, spricht Bände. Diese ist auch im ITscope Marktbarometer in der Historie gut nachzulesen.

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Das space-graue iPhone 8 mit 64 GB Speichervolumen hat es mit 4.453 Klicks wieder den 1. Platz eingenommen. (Bild: ITscope)

Derweil scheint sich das space-graue Apple iPhone Xs mit 256 GB Speichervolumen, wie schon erwartet, zum absoluten Favoriten bei den Händlern zu entwickeln. Nach Erscheinen Mitte September im Vorquartal noch auf Platz 113, ist es jetzt bereits auf Platz 3 gelandet, womit es die anderen Xr- und Xs-Modelle abgehängt hat. Das größere, im VK aber auch um 100 Euro teurere iPhone Xs Max mit 256 GB hat von Rang 392 auf Platz 9 zwar auch einen kräftigen Satz nach vorn gemacht. Aber 1.349 Euro VK oder rund 1.030 Euro im HEK für besagtes Xs-Modell scheint (selbst für Apple) langsam die Schmerzgrenze zu sein.

Apple iPhone Xs mit 256 GB Speichervolumen ist wie erwartet zum absoluten Favoriten bei den Händlern geworden.

Insgesamt ist Apple mit zwölf Geräten in den Top 15 gelandet, Samsung nur mit drei Modellen, auffälligerweise aber mit fünf unter den Top 20, während die Mac-Company früher oft ganz allein auf weiter Flur war im Smartphone-Ranking. Das Galaxy S9 mit 64 GB ist um eine Position aufgerückt und liegt nun auf Platz 4, nachdem es im ITscope Ranking anfangs so gefloppt hat. Das Galaxy S8 mit 64 GB hat sich stabil auf dem sechsten Platz gehalten. Von anderen Marken ist bis auf das Huawei P20 lite auf Platz 25 (vorher 28) so gut wie keine Spur. Erst ab Rang 88 folgen drei weitere Spitzenmodelle des chinesischen Anbieters.

Notebooks: Wer die Marktführerschaft gewinnt

Laptops und PC-Komplettsysteme gehören diesmal neben Software zu den absoluten Fokusthemen. Bei den Notebooks hat das Apple MacBook Air mit 13,3-Zoll-Display und Intel Core i5 die Spitzenposition an das 15,6-Zoll-Gerät HP ProBook 450 G5 verloren, das vorher als Neuling noch auf Platz 82 vor sich hindümpelte.

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HP ProBook ist neuer Spitzenreiter in der Kategorie Notebooks. (Bild: ITscope)

Gleich dahinter auf Platz 3 und 4 folgen zwei 15-Zöller von Lenovo: das ThinkPad E580, vorher auf Platz 2, und das Lenovo ThinkPad L580, das um eine Stelle auf Platz 4 aufgerückt ist, beide mit Intel Core i5-8250U. Der chinesische Riese liefert sich mit HP einen Kampf um die Marktführerschaft im Preis-/Leistungs-Rennen im Bereich 400 bis 800 Euro unter den Top 15. Tatsächlich scheint HP damit schon die Händlerherzen zu gewinnen. Denn das HP 250 G6 und das ProBook 650 G4, vorher auf den Positionen 242 und 58, teilen sich im vierten Quartal Platz 11 und 12. Das HP ProBook 470 G5 schaffte es von Platz 255 auf Platz 15.

Wenn es ans High-End geht, kämpfen Apple, Microsoft und Lenovo um die Krone. Die beliebtesten Laptops aus der Kategorie finden sich auf den Plätzen 5, 6 und 7 und sind der Reihe nach: das Microsoft Surface Book 2 mit 13,5 Zoll und Core i5 (vorher auf Platz 12), das Lenovo ThinkPad X1 Carbon 20KH mit 14-Zoll-Display und Core i7-8550U (vorher Platz 17) und das Apple MacBook Pro mit Touch Bar, 15,4-Zoll-Display und Core i7, das im dritten Quartal als Neueinsteiger noch auf Platz 46 war. Da das besagte Surface Book 2 nur einen i5-Prozessor hat, müsste man für einen fairen Vergleich im HEK-Segment der 2.000-Euro-Klasse sagen, dass das Surface Book 2 mit i7-Prozessor nur auf Platz 21 gelandet ist. Somit hat Apple in der Preisklasse immer noch die Nase vorn, ebenso in HEK-Gefilden von 2.400 bis 2.500 Euro, so zum Beispiel mit dem MacBook Pro mit Core i7 auf Platz 46 für circa 2.400 Euro im Händlereinkauf. Ein bauähnliches Surface Book 2 mit Core i7 findet sich erst auf Platz 40.

Komplettsysteme: Tiny, Mini und Micro ist das beliebte Format

Bei den PC-Komplettsystemen, die hier im Marktbarometer ebenfalls in den Fokus gerückt sind, verschiebt sich das Verhältnis eindeutig in Richtung HP und Lenovo. Die Form der Komplettsysteme wird zunehmend kleiner: Tiny, Mini und Micro ist der neue Trend.

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Der HP ProDesk 400 G4 wurde auch im letzten Quartal viel geklickt. (Bild: ITscope)

Den Spitzenplatz belegt wieder der HP ProDesk 400 G4 mit Intel Core i5 (3,4 GHz) und 256 GB SSD. Der ist mit 4.068 Klicks weit vorne. Der namensgleiche Vertreter mit 2,1 GHz und 256 GB NVMe SSD ist von Platz 28 auf Platz 2 aufgerückt und hat das Lenovo ThinkCentre M710, i5, 2,4 GHz auf Platz 3 verwiesen.

Von Null auf Platz 4 vorgeprescht ist dagegen der Tiny-PC Lenovo ThinkCentre M720q 10T7, i5 1.7GHz, 256GB SSD, 10T7004BGE. Was früher als NetTop und Co bezeichnet wurde, heißt bei Lenovo eben Tiny-PC; HP nennt es Desktop-Mini-PC, Dell spricht von Micro. Abgesehen von der anderen Bezeichnung, stimmt jetzt allerdings die Leistung für alle gängigen Büroanwendungen. Ein günstiger Vertreter für einen HEK von etwa 450 Euro ist der HP ProDesk 400 G4, i3 3.1GHz, 256GB SSD, 4CZ91EA#ABD, der von Platz 365 auf Platz 10 regelrecht hochgeschossen ist. Dell hinkt in dem Segment der Minis noch etwas hinterher. So konnte der Dell OptiPlex 3060 – Micro – 1 x Core i5 8500T / 2.1 GHz von Platz 132 auf Platz 30 zwar viel an Boden gutmachen, aber bei den großen Distributoren wie Tech Data und Ingram ist er relativ schwer erhältlich.

Überfliegerpotenzial könnte man den Geräten mit Intels Core-i-Prozessoren der achten Generation bescheinigen. Beliebt ist vor allem der mit 2,8 GHz getaktete Core i5-8400. Wer sich von Fujitsu noch einen entsprechenden Tower Made in Germany sichern will, sollte sich beeilen. Interessant ist hier besonders der Fujitsu ESPRIMO P558/E85+, i5 2.8GHz, 256GB SSD, VFY:P0558PP580DE, zumal er von Platz 514 auf Platz 11 einen wahrhaften Senkrechtstart hingelegt hat, ebenso wie das Lenovo ThinkCentre M720q 10T7, i5 1.7GHz, 256GB SSD, 10T7004BGE, das von Platz 492 auf Platz 14 vorgeprescht ist.

Grafikkarten im Bann der GeForce RTX 2080 TI

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Neu an der Spitze: ASUS TURBO-RTX2080TI-11G. (Bild: ITscope)

Die Grafikarten-Story lässt sich fast auf eines verdichten: Alle lechzten im Weihnachtsrummel nach den neuen GeForce RTX 2080TI Boards, für die in der Regel Durchschnitts-HEKs von 700 bis weit über 1.100 Euro aufgerufen werden. Für den neuen Klassensieger, das ASUS TURBO-RTX2080TI-11G, das wie fast alle der rund 60 neuen Boards mit 11 GB GDDR6 Speicher ausgestattest ist, und von Platz 345 kam, sind es sogar knapp 1.124 Euro oder 1.349 Euro im VK, ein echter Hammerpreis!

Von Null auf Platz 7 vorgestoßen ist die im VK sogar um 50 Euro teurere ZOTAC Gaming GeForce RTX 2080 Ti AMP, von quasi Null (Position 941) auf Platz 9 die ähnlich teure MSI RTX 2080 Ti GAMING X TRIO. Alle diese 2080er-Boards befinden sich in der Distribution im Zulauf.

Gefragt sind auch weiterhin 2017er-Boards mit GDDR5-Speicher. Denn die PNY Quadro P4000 und P2000 halten hinter dem Sieger nach wie vor Spitzenplätze. Das GeForce-Board MSI GT 710 1GD3H mit 1 GB GDDR3 hat sich nur leicht auf Platz 4 verschlechtert, während sich die Gigabyte GeForce GTX 1060 WINDFORCE OC 6G mit 6 GB GDDR5 um zehn Stellen auf Platz 5 deutlich verbessern konnte.  

Mainboard-Markt wie früher: Asus, Gigabyte, MSI

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ASUS PRIME X399-A hat sich diesmal die Krone geholt. (Bild: ITscope)

Bei den Motherboards hat sich, vorher nur auf Platz 11, das ASUS PRIME X399-A die Krone geholt. Konnte der Hersteller im Vorquartal noch die ersten drei Plätze für sich beanspruchen, hat sich diesmal an zweiter Stelle gleich das Micro-ATX-Board Gigabyte GA-A320M-S2H gesetzt. MSI ist diesmal wieder mit zwei Hauptplatinen dabei unter den Top 15: mit dem viertplatzierten Intel-Board Z-370-A und dem 7A38-017R für AMDs Sockel AM4, das es als Neueinsteiger von 2018 auf Platz 11 schaffte.

Gleich dahinter ebenfalls als 2018er-Modell ist das ASUS PRIME Z370-P II. Unter den Neulingen erwähnenswert sind das Gigabyte X470 AORUS ULTRA GAMING (der Name ist Programm), das von Position 204 auf Platz 8 hochkatapultiert ist, und das ASUS PRIME X470-PRO, das sich von Platz 180 auf Platz 10 ebenso deutlich verbessern konnte. Anfangs hatten es die Mainboards von 2018 noch schwer, sich im Markt und bei den Fachhändlern durchzusetzen. Das scheint sich nun zu ändern.

Prozessoren: Vorhang auf für Core i9-9900K & Co. und die neuen 8-Kerner

Das CPU-Geschehen war im vierten Quartal geprägt von Intel Core i9 und 8-Core-Prozessoren, wovon wiederum auch AMD profitierte. Der mit 4,35 GHz getaktete Ryzen 7 2700X des ewigen Herausforderers ist im 8-Kern-Aufwind schließlich um sieben Stellen auf Platz 10 aufgerückt.

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Mit 4.594 Klicks ist der ungeschlagene Prozessor Intel Core-i7-8700K auf Platz 1. (Bild: ITscope)

In den letzten Quartalen fast immer nur maximal mit einer CPU unter den Top 15 vertreten, ist es AMD im Weihnachtsquartal 2018 gelungen, dort gleich noch zwei weitere Ryzen zu platzieren: Der mit 3,4 GHz getaktete 6-Kerner Ryzen 5 2600 konnte sich um zehn Stellen auf Platz 13 verbessern. Der Ryzen 3 2200G mit vier Kernen, integrierter „Radeon Vega 8“-Grafik und einer Taktrate von 3,5 GHz ist von Platz 12 auf Platz 14 leicht abgerutscht, aber immer noch vorne dabei.

Ganz vorne stehen wieder vier Intel-Core-Prozessoren der achten Generation, angeführt von dem mit 3,7 GHz getakteten 6-Kerner Intel Core-i7-8700K, der mit großem Abstand auf 4.594 Klicks kam. Auf den Plätze 5, 8 und 12 finden sich drei Neueinsteiger: Da ist zunächst das Box-Pack des erst im Oktober lancierten Intel Core-i9-9900K mit acht Kernen und 3,6 GHz (im Boost sogar 5,0 GHz) für einen HEK von 449 Euro. Die etwas günstigere OEM-Variante der CPU aus dem aktuellen Coffee Lake Refresh mit 14-nm-Bauweise folgt wie aus dem Nichts drei Plätze dahinter. Und dann ist da noch der im August lancierte Intel Core i7-9700K, gleichfalls mit acht Kernen und einer Taktrate von 3,6 GHz. Gleichzeitig ist der mit einem HEK von über 1.300 Euro offenbar völlig überteuerte ältere 10-Kerner, der Intel Core i9-7900X, von Platz 21 auf Platz 33 abgerutscht. 

Wie Golem feststellt, schlägt der Core-i9700K als erster Prozessor für den neuen Sockel LGA 115x mit acht Kernen den AMD Ryzen 7 2700X zwar locker, und selbst 10-kernige Workstation-CPUs. Dafür seien die Leistungsaufnahme und der Preis aber auch entsprechend üppig. Will man dauerhaft mit 4,7GHz arbeiten, muß man die CPU statt der angegebenen 95W TDP auf knapp 200W Verlustleistung hochfahren!, Der HEK hat sich von rund 715 Euro Anfang Dezember bis Jahresende auf rund 496 Euro eingependelt.

Die Server-Pendants zu Ryzen heißen nicht mehr Opteron, sondern EPYC. Damit bringt AMD vergleichsweise günstige Server-Vertreter mit jeder Menge Kernen auf den Markt, die anfangs aber eher glücklos daher kamen. Das könnte sich nun ändern, denn der AMD EPYC 7351P mit 2,4 GHz, 16 Kernen und 32 Threads für einen HEK von etwa 700 Euro zum Beispiel hat sich von Platz 343 auf Platz 131 vorgekämpft. Der EPYC 7351, der anders als die P-Variante Multi-CPU-Umgebungen unterstützt und daher im Händlereinkauf rund 300 Euro teurer ist, konnte sich von Position 547 auf Platz 223 verbessern. Die günstige EPYC 7251 mit 2,1 GHz und acht Kernen ist von Platz 836 auf Platz 235 aufgerückt. Erwähnenswert sind auch die 24-Kerner wie der AMD EPYC 7401P mit 2,0 GHz auf Platz 244 zum HEK von 999 Euro und einem VK von 1.299 Euro. Bei Intel würde man jeweils locker das Zehnfache hinlegen müssen.

Software: Microsofts neues 2019er-Lineup prescht vor

Mit dem stärkeren Fokus auf Systemhäuser ist Software zum neuen Trendthema geworden. Im Business kommt man da kaum an Microsoft vorbei. Entsprechend sind die ersten 24 Plätze alle von der Gates Company oder mit OEM-Versionen von HP von ihr geprägt. Unter den ersten 15 ragen vor allem die sieben Microsoft-Produkte für 2019 heraus, die alle neu sind und einen regelrechten Senkrechtstart hingelegt haben.

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Microsoft Office Home & Business 2016 in der Box ist auf Platz 1 mit 9.033 Klicks. (Bild: ITscope)

Während die 2019er-Version schon anklopft und bei den Neueinsteigern den ersten Platz errungen hat, ist an der Spitze zum wiederholten Male Microsoft Office Home & Business 2016 in der Box mit 9.033 Klicks weit vor allen anderen. Die Einzelplatzvariante, die Kunden anspricht, die noch nicht auf den Cloud-Zug mit Office 365 springen wollen, ist mit einem HEK von derzeit etwa 177 Euro durchaus attraktiv, für Freelancer zum Beispiel, zumal auch Outlook dabei ist.

Auf Platz 2 folgt mit 6.983 Klicks das deutsche Windows 10 Pro x64 (FQC-08922) als OEM-Ware mit DVD. Und dann kommt schon besagtes Office Home & Business 2019 (T5D-03210), das Windows 10 voraussetzt, ebenfalls im Box-Pack und mit Einzelplatzlizenz. Der HEK-Aufpreis von knapp 20 Euro gegenüber der 2016er-Box lohnt sich, denn wie bei den Neueinsteigern schon angedeutet, bietet die neue Version auch einige neue Funktionen, Trichterdiagramme für Sales Funnel (englisch für Trichter) in Excel etwa. Damit lässt sich zum Beispiel darstellen, wie aus Ladenbesuchern zahlende Kunden werden.

Von Null auf Platz 5 gelandet ist Office Home and Student 2019 (021-10609), als Einzelplatz-Box-Pack ohne Medien für PC und Mac zum günstigen HEK von rund 100 Euro oder 135 Euro im VK. Enthalten sind die klassischen Office-Anwendungen und OneNote, Outlook, anders als bei der Business-Variante, aber nicht. Auf Platz 5 folgt Microsoft Office Standard 2019 als Open Licence (OPL) für Deutsch zum HEK von rund 373 Euro. Kleine und mittelständische Unternehmen können mit dem Open-Lizenzprogramm besser planen. Von null auf Platz 9 hochgeschnellt ist Microsoft Office Home and Business 2019 (T5D-03183) mit Multi-Language Support als wesentlicher Unterschied zu der Drittplatzierten. Interessanterweise ist die Mehrsprach-Variante mit einem HEK von 192 Euro sogar etwas günstiger als die rein deutsche Version. Auf den Plätzen 14 und 15 sind schließlich der Microsoft Windows Server 2019 als OEM-Produkt (R18-05869) und als Standard-Variante (9EM-00652) gelandet. Gleich dahinter schließt sich, ebenso brandneu, Microsoft Windows Remote Desktop Services 2019 (6VC-03748) an. Aber mit der Einzelplatzlizenz für Deutsch, die sich für zum Beispiel Thin-Clients anbietet, verlassen wir schon die Top 15. Bis Acronis auf Platz 25 und Veeam auf Platz 28 sind übrigens sonst nur Microsoft-Produkte unter den ersten 40.

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