IBM-Lenovo: „Wir liegen im Plan“

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IBM geht davon aus, dass die Transition der x86-Server-Sparte wie geplant im November in Europa stattfindet.

Der im Januar angekündigte Verkauf der x86-Sparte von IBM an das chinesische Unternehmen Lenovo wird voraussichtlich in den nächsten Tagen die Zustimmung der US-Behörden erhalten. Davon geht Dieter Stehle Director System x Business Unit IBM DACH, fest aus: „Lenovo hat sein Hauptquartier in den USA und mehrere Fertigungsstätten.“ Die Fragen der Behörden seien beantwortet. (Update 18. August: Mittlerweile liegt die Genehmigung des U.S. Committee on Foreign Investment (CFIUS) vor. Die chinesischen Behörden hatten den Deal im Juli abgesegnet).

Er sieht deshalb keinen Grund, warum es Änderungen im Zeitraum des Überganges geben sollte. Die Transition der x86-Server-Sparte soll wie geplant am 1. November in Deutschland erfolgen. Die USA sind früher dran, dort ist allerdings der bereits für August geplante Übergabetermin auf September verschoben worden. „Unsere Kunden und Business Partner (BPs) können davon ausgehen, dass es in Deutschland beim 1. November bleibt“, erklärt Stehle. Auch nach dem Übergang werden Lenovo und IBM eng verbunden. Beide haben ein OEM und Reseller Agreement vereinbart, u.a. für Storwize Disk Storage und Tape Storage Systems, General Parallel File System software und SmartCloud Entry offering.

IBM garantiert den Support der x86-Server für fünf Jahre. Die IT Buying Behavior & Customer Satisfaction Study for x86-Based Servers der Industrieanalysten Technology Business Research hat dem IBM Support Spitzenwerte bescheinigt.

Ebenfalls im September soll die gesamte x86-Server-Linie einen grundlegenden Refresh erhalten, den IBM und Intel gemeinsam vollziehen werden. „Wir setzen auf Standard-Komponenten, bieten aber dennoch differenzierte Produkte“, betont Stehle. So sei IBM der einzige Server-Hersteller, der eine echte Flash-Hierarchie anbiete, die eine dramatische Leistungsverbesserung ermögliche. „Wir tätigen weitere hohe Investitionen in die Forschung.“ Es gebe keine Veränderungen der Produktpläne.

Stehle versichert, dass es in allen Bereichen Kontinuität geben werde: „Unsere Marktbegleiter versuchen die Kunden zu verunsichern, aber wir können ihnen und den BPs die Vorteile aufzeigen. Wir halten unsere Versprechen.“ Um diese Informationen zu transportieren, sind eine ganze Reihe von Veranstaltungen geplant. Die IBM Business Partner-Veranstaltung unter dem Motto „The Art of Success“, die bereits im April auf große Resonanz stieß, wird im September und im vierten Quartal wiederholt. „Wir haben im April sehr positives Feedback von Kunden und BPs erhalten“, sagt Stehle. Außerdem wird es zahlreiche Roadshows geben. Jedes Quartal wird ein technischer Workshop zu HANA gemeinsam mit SAP in Walldorf veranstaltet.

IBM geht aktiv auf Lenovo-Partner zu. „Wir haben bereits eine große Zahl an neuen Partnern gewonnen,“ sagt Stehle. „Wir stoßen auf offene Ohren.“ Für die BPs gibt es auch konkrete Erleichterungen. So kann ein fünfprozentiger Neukundenbonus einfach vom Reseller bei der Distribution angefragt werden. Bei Wettbewerbssituationen bei größeren Projekten (z.B. HANA) werden flexible Entscheidungen zur Preisgestaltung im Land getroffen.

Eine wichtige Rolle sollen die Distributoren beim Übergang spielen. Fast alle IBM Distributoren verkaufen auch Lenovo Produkte. Die Distributoren sind für IBM die Schnittstelle zu den meisten Partnern im x86 Umfeld.

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