Sicherheitsbedenken wegen IBM/Lenovo Transaktion

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Der geplante Verkauf der x86-Server-Sparte von IBM an Lenovo ist keineswegs sicher und wird die amerikanischen Aufsichtsbehörden beschäftigen.

Laut einem Bericht der Wirtschaftsagentur Bloomberg äußern Analysten Bedenken, ob der Verkauf der x86-Server-Sparte von IBM an Lenovo wie geplant über die Bühne gehen wird.

US-Politiker und Behörden sehen chinesische Investitionen in den USA als Bedrohung der nationalen Sicherheit. Überprüft werden wird die Transaktion von dem Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS), das vom US-Finanzminister Jacob J. Lew geleitet wird. An dem Komitee sind weitere Ministerien und Behörden beteiligt, u.a. das Justiz-, Verteidigungs-, Heimatschutz- und Außenministerium. Von Seiten der Behörden gab es bisher noch keinen Kommentar.

Da die IBM-Server oft im Verteidigungs- oder sicherheitskritischen Umfeld verwendet werden, ist laut verschiedenen Kommentatoren mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Prüfung durch das CFIUS zu rechnen, die mehrere Monate dauern kann.

Unabhängig davon kann auch der US-Kongress Hearings ansetzen, was er zuletzt sogar bei der Übernahme einer amerikanischen Würstchen-Fabrik durch chinesische Investoren getan hat. Das Misstrauen zwischen den USA und China hat sich seit 2006 erheblich verschärft. Damals ging die Übernahme der IBM-PC-Sparte durch Lenovo problemlos über die Bühne.

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