US-Geheimdienste schöpfen Daten ab

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Das FBI und der Geheimdienst NSA schleusen sich direkt in die Server großer Internet-Anbieter mit deren Einverständnis ein, berichtet die Washington Post.

Es war schon lange vermutet worden, jetzt ist es halboffiziell bestätigt. Unter dem Decknamen PRISM läuft die Operation, von Internet-Anbietern Daten abzuzapfen, berichtet die gewöhnlich gut informierte Washington Post, die schon den Watergate-Skandal aufdeckte. Beteiligt sind das FBI und die National Security Agency (NSA). Eingeweiht waren laut Washington Post nur wenige Kongressmitglieder, die eidlich zum Schweigen verdonnert waren.

In der streng geheimen Präsentation, die die Zeitung veröffentlicht hat, ist im Einzelnen von Google (GMail u.a.), Facebook, Microsoft (Hotmail u.a.), Yahoo, Apple , PalTalk, Youtube,Skype und AOL als Abhörzielen die Rede.

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Nach eigenen Angaben verlässt sich die NSA mittlerweile auf PRISM als Primärquelle. Die genannten Unternehmen waren eingeweiht und an der PRISM Operation beteiligt. Obwohl der Auftrag des FBI sich in erster Linie auf das Inland bezieht, ist bei PRISM nicht der inneramerikanische Datenverkehr im Fokus, sondern alles, was irgendwie ausländisch angehaucht ist.

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Die Zielunternehmen waren in unterschiedlicher Weise beteiligt. Microsoft wird als erster Kooperationspartner (schon seit 2007) lobend erwähnt, während sich Apple aus unbekannten Gründen länger geziert hat und erst seit Oktober 2012 dabei ist. Und es werden weitere Unternehmen hinzukommen. Dropbox ist bereits als „coming soon“ vorgemerkt.

Auf Nachfrage der bitischen Zeitung “Guardian” haben alle genannten Unternehmen ihre Mitwirkung abgestritten und behauptet, nie von PRISM gehört zu haben.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat schon öfter deutsche Unternehmen gemahnt, bei Interaktionen mit den USA eine ähnliche Vorsicht walten zu lassen wie bei Russland und China.

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