Exchange auf Hyper-V

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Microsoft Hyper-V ist eine kostengünstige Alternative zu den Produkten von VMware und auch für Schwergewichte wie Exchange geeignet.

Es muss nicht immer Porsche sein, mit einem VW Golf kommt man auch ans Ziel. Und Porsche-Preise verlangt VMware für die Lizenzen seiner unbestritten leistungsfähigen Produkte. Als VMware im Sommer 2010 mit einem neuen Lizenzmodell auch eine saftige Preiserhöhung einführte, gab es einen regelrechten Aufstand bei den Kunden. Zwar wurde die Preiserhöhung teilweise zurückgenommen, aber viele Kunden fühlten sich einem Monopolisten ausgeliefert. In Zeiten knapper Kassen suchen Unternehmen Alternativen. Die Marktforscher prophezeien, dass 2012 das letzte Jahr ist, in dem VMware den Virtualisierungsmarkt dominiert. Wenn ohnehin eine Microsoft-Infrastruktur vorhanden ist, ist Microsofts Virtualisierungs-Lösung Hyper-V durchaus eine interessante Alternative. Hyper-V ist Bestandteil des Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 (SP1), und zwar der in den Varianten Windows Server 2008 R2 SP1 Full Version, Windows Server 2008 R2 SP1 Server Core und Hyper-V Server 2008 R2 SP1. Für die Arbeit mit Microsoft Exchange ist Hyper-V Server 2008 R2 SP1 sinnvoll. Exchange 2007 SP1 und 2010 werden unterstützt auf Hyper-V. Exchange 2003 kann zwar auch virtualisiert werden, aber offiziell wird dabei nur die ältere Microsoft-Lösung Virtual Server unterstützt, nicht Hyper-V. Generell ist es empfehlenswert, die jeweils neuesten Versionen für die Virtualisierung zu nutzen, da nur so der gesamte Leistungsumfang ausgeschöpft werden kann, also aktuell Exchange 2010 SP 2. Den zweiten Service Pack zu Exchange hat Microsoft am 4. Dezember vorgestellt. Er soll einfachere Administration und bessere Unterstützung für Mobilität bieten. Zu den neuen Funktionen zählt der Hybrid Configuration Wizard, der das Zusammenspiel zwischen Hosted Exchange und traditioneller On Premise Lösung erleichtern soll. Außerdem neu in SP 2 sind die Adress Book Policies, die es Administratoren erlauben, ein auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnittenes Adressbuch einzurichten. Adress Book Policies bauen auf Active Directory auf und ermöglichen die Verwendung von Schemas für Postfächer.

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