Systems wird zu »discuss & discover«

Strategie

Der Nachfolger der Münchener IT-Messe Systems soll im nächsten Herbst als »internationales Forum für Entscheider, Entwickler und Experten« eine völlig neue Art von Veranstaltung darstellen. Die »discuss & discover« findet an nur noch drei Tagen (20. bis 22. Oktober) statt.

»Duck and cover«, also Kopfeinziehen und hoffen, dass es gut geht, hätte die Systems nicht mehr retten können. Höchste Zeit also für ein neues Konzept. »Discuss & disccover« klingt da schon wesentlich besser, wenn auch etwas weit weg von der IT.

Jenseits von Bits und Bytes (»beyond bits and bytes«) will die Neuauflage der CeBIT-Konkurrenz »Technologie- und Geschäftsentscheidern, Entwicklern aus Unternehmen, Forschung und Wissenschaft sowie Experten aus Politik und Gesellschaft« ein Forum bieten, auf dem sie sich »frühzeitig strategisch auf künftige IT-Trends einstellen können, um sie aktiv mitzugestalten«. Beiläufig wurde bekannt, dass die ab Sommer 2009 projektierte Security-Messe wohl samt den Ausstellern der einzigen stets leidlich funktionierenden Systems-Halle zwischenzeitlich nach Nürnberg abgewandert ist.

Messechef Klaus Dittrich will die Grenzen klassischer Messen »sprengen«, wie er sagt: »Unser Fokus liegt weder auf einzelnen Produkten noch auf einzelnen Lösungen, sondern auf den zentralen Strategien und Trends des IT-Einsatzes in den Unternehmen, in der Verwaltung und in unserem Alltag.«

Discuss and discover beim Pressetermin: Ob die Visionen sich auch lohnen? Messechef Klaus Dittrich beim Blick in eine strahlende Zukunft des Münchener Messewesens

Und weiter: »Die discuss & discover will ein Wegweiser in die Zukunft der IT in Arbeit und Leben sein. Die Diskussionen im Rahmen der Veranstaltung sollen uns dabei unterstützen, heute die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit wir morgen die neuen Technologien richtig einsetzen. Herkömmliche Messen funktionieren eher als ‚Ortsschild‘, denn sie zeigen entweder auf, wo man heute welches Produkt und welche Lösung erhalten kann oder wer derzeit welche Technologien entwickelt. Wir hingegen wollen als ‚Wegweiser‘ nicht nur einen Blick in die Zukunft werfen, sondern durch die Diskussion zwischen Entwicklern, Entscheidern und Experten die Zukunft aktiv mitgestalten und dem Einzelnen Orientierung über ‚seinen‘ Weg geben. Dazu müssen wir die Selbstbegrenzung auf die bloße Vermarktung von Standfläche verlassen und uns zu einem Forum für Diskussionen und Entdeckungen entwickeln.«

Sechs sogenannte Module beinhalten neben der bisherigen Produktschau, nun aber nach wenigen aktuellen Themen strukturiert, Firmenveranstaltungen nach dem diesjährig bereits auf der Systems getesteten Muster (Corporate Events), ein Public Forum mit Keynotes und die »discuss & discover Conference«, ein Expertenforum. An den Abenden sollen, so die Sponsoren wollen, unterschiedliche Social Events den Ausstellern und Besuchern ausreichend Gelegenheit zum Kontaktmanagement im informellen Rahmen bieten. Ab sofort geht die neue Web 2.0-Site der Messe online.

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