Sperrt automatischer HP-Tintenlieferservice den Handel aus?

Retail
HP InstantInk (Bilder: HP)

Der Drucker bestellt selbst Nachschub, wenn er neue Tinte braucht. Was für Kunden gut klingt, nimmt dem Handel vielleicht eine weitere Einkommensquelle. Denn die durch Tintenpreise quersubventionierten Billigdrucker lassen dem Händlern nur noch wenig Marge; mit Tintennachkäufen können sie nun weniger gut verdienen – auch wenn das Abo über den Channel angeboten werden soll

Hewlett Packard führt mit “InstantInk” einen Service für seine Endkunden ein. Der Dienst, der immer frische Tinte liefert, wenn der Drucker sie benötigt, soll als Abomodell zum monatlichen Fixpreis pro gebuchtem Seitenkontingent verkauft werden. Es werden also nicht mehr die Patronen einzeln berechnet – was die Kosten für den Kunden kalkulierbarer macht.

InstantInk-Tinestrahler (Bild: HP)
Ob Schwarzweiß- oder Farbdrckerr: Mit monatlichen Abos für 2,99 (50 Seiten), 4,99 (100 Seiten) oder 9,99 Euro (300 Seiten im Monat) soll der Druckaufwand kalkulierbar bleiben (Bild: HP).

Den Service hat HP bereits an großen Unternehmenskunden ausgetestet, nun soll er auch Konsumenten und kleinen Firmen angeboten werden. Der Automatismus im Printer (er reagiert auf den Füllstandsanzeiger) löst die E-Mail-Bestellung neuer Patronen aus. Das geht direkt zunächst an den ausgewählten HP-Partner und dann direkt an Versender wie die Post weiter.

Die InstantInk-kompatiblen Drucker von HP (etwa die Modelle Envy 4500, 5530, 5640 und 7640, OfficeJet 4630 und 5740 oder Office JetPro 6830, 8610 und 8620) kommen mit größeren und “intelligenteren” Tonerkartuschen als frühere HP-Drucker.

Verdienstmöglichkeiten für den Händler liegen im Verkauf von Registrierkarten. Diese enthalten einen Code, den der Anwender bei der Anneldung auf HPs InstantInk-Website eingibt.
.
Den Verkauf solcher Karten testet HP bereits mit einigen “ausgewählten Retailern” – genauer gesagt mit Euronics, Mediamarkt/Saturn oder Expert-Technomarkt. Wer den Umweltservice mitkauft, erhält mit seiner Karte auch einen Rücksendeumschlag für leere Patronen – um die Entsorgung oder das Recycling kümmert sich dann HP.

Den Handel will der Hersteller dann doch nicht ganz außen vor lassen: Wer Aboverlängerungen verkauft, erhält natürlich Provision.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen