Computacenter schrumpft in Deutschland

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Der britische IT-Dienstleister Computacenter legt zwar europaweit bei Umsatz und Gewinn leicht zu, muss aber in Deutschland einen fast zweistelligen Umsatzrückgang verkraften.

Computacenter plc. hat im erste Halbjahr 2014 den Gruppen-Umsatz mit 1,458 Milliarden Britischen Pfund im Vergleich zu 1,426 Milliarden im Vorjahreszeitraum leicht gesteigert. Dies entspricht einem Anstieg von 2,2 Prozent bzw. währungsbereinigt von 4,3 Prozent. Dabei stieg insbesondere der Serviceumsatz in den ersten sechs Monaten dieses Jahres an und wuchs um 3,3 Prozent bzw. währungsbereinigt um 5,3 Prozent. Der bereinigte Gewinn vor Steuern betrug 28 Millionen Britische Pfund, während es im Vorjahr noch 26,2 Millionen waren. Dies ist ein Anstieg von rund 7,5 Prozent. Das Wachstum in den ersten sechs Monaten wurde hauptsächlich durch das starke Servicegeschäft in Großbritannien und einen Großauftrag in Frankreich getrieben.

Im gleichen Zeitraum reduzierte sich der Umsatz in Deutschland währungsbereinigt um 9,6 Prozent von 709 Millionen Euro im Vorjahr auf 640,8 Millionen Euro in diesem. Entsprechend reduzierte sich auch der Gewinn: Bereinigt um Währungskurseffekte und um drei Serviceverträge, die das Ergebnis im letzten Jahr noch belasteten, verringerte sich dieser von 11,4 Millionen auf 9,5 Millionen Euro.

Die Umsatzreduktion ist maßgeblich auf ein schwächeres Ergebnis im Produktgeschäft zurückzuführen. Allerdings beruhen mehr als 40 Prozent des Rückgangs auf einem Margen-schwachen Softwarelizenzvertrag, der in diesem Jahr nicht erneuert wurde. Hinzu kamen der Verlust eines volumenreichen Vertrages im 2. Quartal 2013 und eine schwächere Performance im Datacenter-Geschäft. Hervorzuheben ist, dass trotz des verringerten Gesamtvolumens die Margen im Produktgeschäft stabil blieben. Auch im Managed-Services-Bereich konnte Computacenter mit einem Umsatzanstieg um 1,7 Prozent eine positive Entwicklung verzeichnen. Bei konstanten Wechselkursen stieg der Umsatz in dem Bereich von 239 Millionen Euro im 1. Halbjahr 2013 auf nun 243 Millionen.

„Auch wenn wir im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang im Produktgeschäft zu verzeichnen hatten, was sicherlich nicht unseren Erwartungen entsprach, bin ich mit den Erfolgen in unserem Servicegeschäft sehr zufrieden. Wir sehen deutliche Fortschritte im für uns sehr wichtigen Servicegeschäft und werden unser Volumen weiter ausbauen“, so Reiner Louis, Sprecher der Geschäftsführung von Computacenter in Deutschland. „Ausdruck dessen ist, dass wir in den ersten sechs Monaten einige langfristige Serviceverträge gewinnen konnten. Sehr stolz sind wir vor allem auf den Gewinn eines sehr großen Servicedesk-Auftrags. Dieser untermauert auch, dass sich unsere Investitionen in den strategischen Ausbau des Businesssegmentes „Next Generation Service Desk“ auszahlen.“

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