Automatisiertes Storage Tiering: Neue Chancen für den Fachhandel

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Automatisches Storage Tiering erleichtert die Arbeit von Administratoren. Dadurch ergeben sich neue Chancen für Reseller, kommentiert Jörg Vogel, Channel Sales Manager Continental Europe, Dot Hill.

Es folgt die Einschätzung von Jörg Vogel, Channel Sales Manager Continental Europe, Dot Hill: Cloud- und Virtualisierungstechnologien bringen viele Chancen und Herausforderungen für die IT-Industrie mit sich. Die Rolle des Fachhandels besteht darin, mit den richtigen Tools IT-Administratoren beim erfolgreichen Management der IT-Ressourcen in diesen neuen Umgebungen zu unterstützen.

Viele Fachhändler berichten von der Herausforderung, die I/O-Anforderungen in virtuellen Umgebungen in Spitzenzeiten zu erfüllen. Dabei ist der Storage einer der anspruchsvollsten „Fresser“ von I/O Performance in der Infrastruktur. Typisch für virtuelle Umgebungen sind komplexe und dynamische Workloads, die erfordern, dass die „heißen“ Daten auf dem schnellsten Speichermedium zur Verfügung stehen, wenn sie gebraucht werden.

Bisher bestand die Lösung darin, die Storage-Infrastruktur um weitere Disk-Spindeln zu erweitern, um die I/O Performance zu erhöhen. Aufgrund der großen Menge unverbrauchter und damit verschwendeter Kapazität ist diese Methode allerdings teuer und ineffizient. In den letzten Jahren hat sich die SSD- und Flash-Technologie als hoch performante Option etabliert, die sich in bestehende Infrastrukturen integrieren lässt. Die Herausforderung ist nun, sicherzustellen, dass die richtigen Daten in der schnellsten Storage-Ebene gespeichert sind – in dem Moment, in dem sie gebraucht werden.

In nächster Zeit wird sich die Automatisierung auf Basis dynamischer Storage-Tiers verbreiten. Dieser Prozess steht schon länger auf der Agenda der Entwickler; die Umsetzung erwies sich allerdings als schwierig. Durch Tiering wird sichergestellt, dass das richtige Storage-Medium und die nötige Kapazität immer bereitstehen – wo und wann sie benötigt werden, ohne dass der IT Manager eingreifen muss. Automatisierte Tiering-Lösungen existieren seit einigen Jahren, allerdings nutzen sie meistens einen batch-basierten Ansatz, der vorsieht, die heißen Daten in der Nacht oder während Ruhezeiten auf die schnellere Ebene zu migrieren – eben nicht in dem Moment, in dem sie gebraucht werden.

Die aktuelle Entwicklung besteht darin, die Daten in Echtzeit zu migrieren. So werden Engpässe auf der Storage-Ebene vermieden, da das Tiering in Sekundenschnelle erfolgt. Über wenige Mausklicks werden heute selbstoptimierende Daten-Volumes angelegt, die die I/O-Leistung der SSD-Ebene genau nach aktuellem Bedarf nutzen. Die Speicherinfrastruktur wird dadurch so flexibel und vielseitig wie die virtuelle Umgebung, die sie unterstützt.

Fachhändler können von der Vermarktung und vom Vertrieb derartiger Plattformen profitieren, da sie dadurch in der Lage sind, die steigende Nachfrage nach mehr Automatisierung der IT-Prozesse zu erfüllen und den Kunden einen wahren Mehrwert zu bieten.

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