IBM investiert in Ausbildung

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Die Ausbildung der Informatiker kann mit den schnell veränderlichen Anforderungen der IT-Branche nicht schritthalten und in kritischen Bereichen gibt es einen Fachkräftemangel. IBM will mit neuen Ausbildungsprogrammen Abhilfe schaffen.

Investitionen in neue IT-Trends nehmen zwar rasant zu, doch nur eine von zehn Organisationen besitzt auch das Know-how, um diese Technologien effektiv zu nutzen, so eine Studie von IBM. Der Grund: Entsprechend ausgebildete IT-Fachkräfte sind weltweit Mangelware. Auch als Reaktion auf die Ergebnisse verstärkt IBM ihr Engagement zur Aus- und Weiterbildung im IT-Umfeld mit neuen Förderprogrammen.

Cloud und Mobile Computing, Business Analytics sowie Social Business verändern derzeit entscheidend die Geschäftsmodelle der Unternehmen weltweit. Ende 2012 wird es mehr mobile Endgeräte als Menschen geben und täglich wächst das weltweite Datenaufkommen um mehr als 15 Petabyte – das ist etwa das Achtfache der Informationen, die in allen Bibliotheken der USA zu finden sind.

„Diese Entwicklung bringt ein enormes Innovationspotenzial mit sich“, sagt Wieland Köbler, Direktor ISV (Independent Software Vendors) Sales & Development, IBM Deutschland, „doch noch können Unternehmen dieses nicht ausschöpfen. Der aktuelle IBM 2012 Tech Trends Report belegt, dass erst zehn Prozent der befragten Organisationen hierfür über entsprechendes Fachpersonal verfügen.“

Für den globalen IBM 2012 Tech Trends Report des IBM Centers for Applied Insights wurden mehr als 1.200 Entscheider aus IT und Wirtschaft sowie 250 Professoren und 450 Studenten befragt. Die Ergebnisse des IBM Reports zeigen, dass zirka ein Viertel der befragten Entscheider ein großes – und weitere 40 Prozent ein mäßiges – Qualifikationsdefizit sehen, wenn es um das Wissen zu den aktuellen IT-Trends in ihren Unternehmen geht.

Im Umfeld der Professoren und Studenten bewerten gar 73 Prozent der Befragten ihre Defizite als mäßig bis groß. Ebenso attestiert fast die Hälfte der Professoren und Studenten ihren Institutionen, dass sie der Nachfrage nach IT-Kenntnissen in den neuen Technologien nicht ausreichend nachkommen können.

Gut ausgebildete Fachkräfte sind wichtig für die IT-Abteilungen, denn laut IBM Report planen rund 70 Prozent der befragten Unternehmen, in den nächsten zwei Jahren in Mobile Computing zu investieren. Mehr als die Hälfte gab an, sich im Bereich Business Analytics zu engagieren. Cloud Computing und Social Business befinden sich zwar noch in einem früheren Stadium. Dennoch wollen zwei Drittel aller Befragten zukünftig in Cloud Computing sowie knapp 50 Prozent in Social-Business-Anwendungen investieren.

Der heutige Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften bietet große Karrierechancen für Menschen mit den richtigen Kenntnissen. Aus diesem Grund hat IBM ihre Förderprogramme IBM Academic Initiative und IBM developerWorks erweitert, damit Unternehmen zeitnah die Potenziale neuer IT-Technologien für ihre Geschäfte nutzen können.

Die IBM Academic Initiative ermöglicht seit 2003 mehr als 1,5 Millionen Studenten weltweit den Zugang zu Technologien und Expertise für ihre zukünftige Arbeit. Das Programm wird nun mit kostenlosen Angeboten von Software, Unterrichtsplänen und Lernressourcen zu den Themenschwerpunkten Big Data und Analytics, Commerce und Mobile Computing sowie Security erweitert. Studenten können zudem an einer Vielzahl von Programmen teilnehmen, unter anderem einem globalen virtuellen Event, dem Virtual Career Fair 2013. Professoren wiederum erhalten Zugriff auf die Online-Plattform IBM Knowledge Exchange, um den kollegialen Wissensaustausch zu pflegen und Best-Practice-Beispiele zu teilen.

Das webbasierte Netzwerk IBM developerWorks mit mehr als acht Millionen Besuchern informiert Entwickler, IT-Experten und Studenten über neueste Entwicklungen in IT und Open Standards. Außerdem bietet es einen kostenlosen Zugang zu Software-Tools und Codes, um IT-Fähigkeiten zu fördern.

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