Brocade bringt Ethernet in die Cloud

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Brocade setzt auf die nächste Generation der Informationsinfrastruktur mit software-definierten Netzwerken (SDN). die eine erhebliche Vereinfachung mit sich bringen soll. Neue Geräte bedeuten zusätzliche Chancen für den Channel.

Mike Klayko, CEO von Brocade, legt auf dem Brocade Tech Day den Fokus auf Einfachheit durch Technologie und Innovation, um das Ethernet in die Cloud zu bringen. Das ist nötig, denn zusätzliche Geräte belasten das Netzwerk und es gibt eine Herausforderung durch die steigende Komplexität. Dave Stevens, CTO von Brocade, kündigt dazu die nächste Generation der Informationsinfrastruktur an. „Das Business wird virtuell und der Traffic wird sich bis 2015 um den Faktor zwölf steigen.“ Über 80 Prozent aller neuen Anwendungen sind cloud-basiert. „Wir selbst setzen auf externe Anwendungen wie Salesforce und Successfactors.“ Der Fokus der CIOs ändert sich. Einzelne Anwender werden zur IT-Abteilung. „Dafür bauen wir die nächste Generation des Netzwerkes und setzen auf radikale Vereinfachung.“ Das heißt, dass die mühsame Konfiguration von Routern und Switches wegfallen soll. Die Verbindungen werden automatisch erkannt.

Abstraktion und Automation sind die Methode zur Vereinfachung, die Fabrics und software-definierte Netzwerke (SDN) bringt. SDN hilft, das Netzwerk von einem statischen monolithischen Block in eine agile, intelligente Architektur zu verwandeln. Laut IDC wird der SDN-Markt im Jahr 2016 einen Umfang von zwei Milliarden US-Dollar erreicht haben. Mit der Unterstützung von OpenFlow im Hybridmodus erlauben die MLXe-Lösungen von Brocade die Integration in existierende Netzwerke und ermöglichen es so, SDN zusammen mit traditionellen Netzen zu verwenden, wobei eine flexible Steuerung von Datenströmen auf Muster im Traffic reagiert. Auch Brocades ADX-Plattform ist für SDN optimiert und stellt eine einheitliche Control Plane und eine API für die Ressourcenzuordnung zur Verfügung. Fabrics sind neue Architektur für Rechenzentren. Immer mehr Netzwerk-Verkehr läuft zwischen den Servern. Ethernet Fabrics sind ideal geeignet für moderne Rechenzentren mit Brocade VCS Netzwerken. Brocade VDX Switches steuern die Ethernet Fabrics.

Das Ethernet Fabric kann die klassische Netzwerkstruktur ablösen

Die neuen Embedded Blade Server Switches sind seit Mai auf dem Markt. „Die Kunden wollen Softwaresteuerung und Virtualisierung sowie Netzwerksichtbarkeit.” Die SDN besteht aus vier Schichten: Netzwerk, Virtualisierung, Anwendungen und Cloud Management, jeweils mit einer enabling Technologie: Ethernet Fabric, Overlay Netzwerk, SDN-fähigen Anwendungen und Orchestration. Unter sdn.com sind bereits zahlreiche Open Source-Projekte zu SDN gestartet worden. Das Ganze ist aber noch in einem frühen Stadium.

Das software-definierte Netzwerk besteht aus verschiedenen Schichten

Jason Nolet, VP Data Center Networking, betont, bei der Fabric Technologie liege die Prioritäten auf Kostensenkung und Konsolidierung. Es gehe darum, die Komplexität zu reduzieren und das Ausrollen neuer Anwendungen beschleunigen. Der Übergang zur Service Orientierung ist angesagt. Wichtige Themen sind multi-tenancy, Flexibilität, Automation und Orchestrierung sowie Skalierbarkeit. Die Netzwerk-Virtualisierung bedeutet eine größere Belastung der Administratoren. Fabrics sind die Antwort auf diese Herausforderung. Es gibt zwei Typen, die Fibre Channel Fabrics und die Ethernet Fabrics. Ethernet Fabrics ist eine neue Netzwerk Technologie: Sie bietet Beweglichkeit für virtuelle Maschinen und dafür waren alte LAN Netzwerke nicht ausgelegt. Ethernet Fabrics sind ideal und Automation der Schlüssel zur Vereinfachung. Automation ist effizient und evolutionär und bietet mit selbst konfigurierenden Trunks ein nur minimales Konfigurieren der Switche, so geht es fünfmal schneller, neue Netzwerk-Fähigkeiten hinzufügen.

Um die VCS Technologie mit VDX Switches zu ermöglichen, erschienen vor einem Jahr die VDX 6710 und 6730 für low-end und mittlere Ansprüche. Die installierte Basis für VCS/VDX beträgt bereits über 300 Kunden. Als erstes neues High-End-Produkt ist der VDX 8770  Switch auf   4 und 8 Slot Basis VCS enabled und kann Legacy Netzwerke integrieren. Die Skalierbarkeit geht bis zu 384.000 virtuelle Maschinen pro Chassis. Laut Brocade bietet der VDX 8770  die niedrigste Port zu Port Latenz, ist bereit für SDN und ab Oktober erhältlich. Darüber hinaus setzt der Brocade VDX 8770 neue Standards im Hinblick auf Netzwerk-Effizienz und Fehlertoleranz, verbesserte Skalierbarkeit und Lastverteilung bei Layer-3-Gateways in der Fabric. 20 Betakunden testen aktuell den VDX 8770, der sofort bestellbar ist. Der Listenpreis beginnt bei 65.000 US-Dollar (833 US-Dollar pro 10G-Port).

Ken Cheng, VP Service Provider and Application Delivery Products bei Brocade, sieht in Zukunft Cloud-optimierte Rechenzentren. Hier kommt es darauf an, eine Isolation der Tenants und Anwendungen vorzunehmen, um eine schnelle Entwicklung von Services zu ermöglichen und massive Skalierbarkeit zu erreichen. Die SDN Architektur wird das Netzwerk vereinfachen. Brocade setzt dazu auf vier strategische Investitionen: Ethernet Fabric, SDN, Super Core Routing und Netzwerk Analyse. SDN erlaubt programmatische Kontrolle und Cloud Orchestrierung. VCS Fabric und SDN wirken zusammen, um verbesserte Automation zu erlauben. Der neue VXLAN Gateway verbindet virtuelle Maschinen und physische Anwendungen, bietet nativ Hochverfügbarkeit, stateful failover und Load Balancing.  Die SDN Entwicklung erlaubt neue Anwendungen und Services auf bestehenden Netzwerken.

Das 10 Gigabit Ethernet (10 GbE) Modul für die Brocade MLXe Serie ist in der Lage, bis zu 768 10GbE-Ports in ein Chassis zu packen. Basierend auf den Brocade MaxScale 160 Prozessoren, verdreifacht das neue Modul die bisher mögliche Portdichte. Der Router wurde speziell für den Core von Hochleistungsrechenzentren mit hohem Durchsatz und Netzwerke von Service Providern entwickelt.

Außerdem neu ist die neue Version 12.5 der Software für den Brocade ADX Application Delivery Switch. Diese bietet neue Möglichkeiten für Hardware-unterstützte Mandantenfähigkeit und verbindet die Vorteile virtualisierter Anwendungsbereitstellung mit der Performance dedizierter Hardware. Für Cloud- und Hosting-Provider oder in der serviceorientierten Enterprise-IT werden stark konsolidierte, mandantenfähige Umgebungen möglich, die gleiche SLAs oder abgestufte Tiered Services bereitstellen.

Diese echte Carriergrade-Mandantenfähigkeit kapselt Kundendaten oder Anwendungen mit dedizierter Hardware für die Anwendungsbereitstellung; ein flexibles Design ermöglicht die kosteneffektive Skalierung nach oben oder unten, wenn sich die Anforderungen ändern. Zusammen mit der Brocade Network Subscription, die on-demand Infrastruktur-Kosten an den Bedarf angleicht, ergeben sich hoch flexible, elastische Akquisitions- und Bereitstellungsmodelle für Provider. Vollständig virtualisierte Netze vereinfachen die Bereitstellung neuer Dienste und die Optimierung der Auslastung. Die Anzahl der bereitzustellenden und zu verwaltenden Geräte reduziert sich von 32 auf ein einziges Gerät . So werden Strom- und Platzeinsparungen von bis zu 70 Prozent erreicht.

 

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