HP: Gewinn bricht ein

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HP hat in den meisten Geschäftsfeldern Einbußen hinnehmen müssen, besonders bei Druckern.

HP CEO Meg Whitman hat das erste Quartalsergebnis unter ihrer Ägide präsentiert. Der Umsatz ging um drei Prozent auf 32,1 Milliarden Dollar zurück, in EMEA um sechs Prozent (währungsbereingt zehn Prozent). Der Nettogewinn fiel um 91 Prozent auf 200 Millionen Dollar. Whitman sagte, die höchste Priorität sei es, mit der schwierigen wirtschaftlichen Situation fertig zu werden und das Ergebnis zu verbessern. Die Situation in Europa und bei öffentlichen Auftraggebern war im vergangenen Quartal besonders schwierig. Whitman kündigte weitere Investitionen in alle Produktlinien sowie in Forschung an. Sie sagte, es werde keine Überraschungen mehr geben.

Das eigentliche Problemkind war die Imaging & Printing Group, die zehn Prozent an Umsatz verlor: Dies lag noch unter den internen Erwartungen und ist vor allem auf die geringere Nachfrage nach Druckzubehör zurückzuführen. Whitman nannte zu hohe Channel-Bestände als Grund für die Probleme bei den Druckern und Zubehör, sieht aber keinen dauernden Abwärtstrend. Die Personal & Systems Group verlor zwei Prozent Umsatz. Enterprise Services, Storage and Networking verlor vier Prozent. Erfolge hat HP bei Software und Finanzdienstleistungen erzielt. Die Übernahme von Autonomy ist im Oktober abgeschlossen worden, der Umsatz eines Monats bereits ins Ergebnis eingeflossen. Whitman ist zuversichtlich, dass Autonomy durch die erweiterte Reichweite von HP erheblich profitieren wird. Whitman will im nächsten Jahr einige weitere kleinere Firmenkäufe, vor allem im Software-Umfeld tätigen, schloss aber einen großen Zukauf aus. „Wir werden in interne Forschung investieren und uns nicht nur auf Zukäufe verlassen.“ Im Netzwerk-Markt erwartet HP weitere Marktanteilsgewinnen.

Gegenwind erwartet HP bei missionskritischen Servern sowie durch die Überschwemmung in Thailand, die sich noch mindestens ein halbes Jahr auswirken wird. Whitman erwartet für das kommende Jahr weitere Rückgänge bei Umsatz und Gewinn. Die Barreserven von HP liegen bei 8,1 Milliarden Dollar.

Bei Servern setzt Whitman große Hoffnungen auf die energieeffiziente Moonshot-Reihe, die das Zeug habe, das Spiel zu verändern. Trotz der Schwierigkeiten betont HP, in keinem entscheidenden Geschäftsbereich Marktanteile verloren zu haben. Wenn die Wettbewerber berichteten, sie seien weniger von der wirtschaftlichen Gesamtsituation betroffen, sei das deren Sache. Whitman gab aber zu, die internen Turbulenzen seien zu einem Drittel für die gesamten Schwierigkeiten verantwortlich. Zur Überwindung dieser Schwierigkeiten setzt sie auf eine stärke Synergie der Geschäftseinheiten und eine langfristige Planung.

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