NetApp und Cisco suchen Flexpod-Partner

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Alexander Wallner, Geschäftsführer von NetApp Deutschland

Flexpod ist eine Referenzarchitektur, die vor einem Jahr von NetApp, Cisco und VMware entwickelt wurde. Jetzt soll die Partnerbasis ausgebaut werden.

Abgestimmte Komponenten und Kompatibilität soll die Referenzarchitektur Flexpod gewährleisten. Dabei soll insbesondere das Zusammenspiel aus Ciscos Netzwerken und UCS-Server, der Storage von NetApp sowie den Virtualisierungs-Tools von VMware automatisch klappen. Alexander Wallner, Geschäftsführer von NetApp Deutschland, berichtet: “Die NetApp Cisco Partnerschaft mit Flexpod ist vertrieblich angenommen.” Carlo Wolf, Geschäftsführer von Cisco, ergänzt: „Es geht darum, IT zu industrialisieren, sklalieren, virtualisieren. Flexpod treibt die Industrialisierung im Rechenzentrum.“ Cisco habe die Netze zusammengebracht mit dem Unified Computing System (Server mit höheren Virtualisierung) und einer logischen virtuellen Netzwerk-Technik. Laut Wallner gibt es einen konzeptionellen Unterschied zum Hauptwettwerber EMC und seinem Vblock: „NetApp bietet eine offene Architektur, wir sind skalierbar und hängen nicht im Block fest. Außerdem setzen wir auf ein breites Partnernetzwerk und bringen in virtuellen Umfeld Mehrwert.“

Wallner betont, die Cisco Netapp Allianz bestehe seit zwei Jahren, seit einem Jahr gebe es Flexpod, das bisher meist direkt bereitgestellt wurde. Jetzt soll Flexpod von Partnern implementiert werden, um den Mittelstand zu erreichen. Wallner berichtet: „Partner sind für uns ein wichtiges Thema. Derzeit gibt es über zehn Flexpod Partner. Dies soll ausgebaut werden, wir brauchen eine breite Partnerbasis.“ Um für Flexpod zertifiziert zu werden, müssen Systemhäuser in den Technologien von NetApp, Cisco und VMware bereits Zertifizierungen vorweisen: „Die eigentliche Flexpod Zertifizierung ist dann keine große Sache mehr, wenn die Kompetenzen vorhanden sind.“

Auch Cisco operiert jetzt partnerorientierter. „UCS-Server wurden zu Beginn nur restriktiv über Partner verkauft. Jetzt wird es auf eine breitere Partnerbasis gebracht. Es gibt bereits eine hohe Marktakzeptanz, wir sind die Nummer Drei im Servermarkt“, berichtet Wolf. Für Händler bedeute Flexpod zwar einen gewissen Aufwand, biete aber dafür Partnern die Chance, sich zu differenzieren.

Alexander Wallner, Geschäftsführer von NetApp Deutschland
Alexander Wallner, Geschäftsführer von NetApp Deutschland

Die gemeinsame Ausrichtung sieht so aus: NetApp liefert Unified Storage mit vereinfachtem Datenmanagement und Multiprotokoll-Storage-Architektur, Cisco stellt Unified Fabric bereit mit vereinfachter Netzwerkinfrastruktur und Multiprotokoll-Fabric-Architektur. Beides ist optimiert für Virtualisierung, bei der zusätzlich die Kompetenz von VMware ins Spiel kommt. Die Rechenzentrums Entwicklung geht laut Wallner hin zu private (besonders in Deutschland) und public Cloud. Dabei ist die Applikation oft der Treiber, hierzulande meistens SAP. Storage ist dabei relevant und belegt die Hälfte der Fläche in Rechenzentren. Wallner erklärt. „Wir müssen effizient sein mit Deduplizierung, Skalierbarkeit und Hochverfügbarkeit. Jede Downtime bedeuten Schmerzen.“

Flexpod bietet Referenzarchitekturen für Microsoft, SAP, Desktop-Virtualisierung. Flexpod selbst ist eigentlich in erster Linie eine Architektur, dabei sind verschiedene Produkte verwendbar, auch Bestandssysteme können einbezogen werden. Die Validität des Konzeptes bestätigt Jürgen Hamm vom Systemhaus Gopa IT Consultants: SAP Applications Built on FlexPod bieten Vorteile. Dazu gehören sichere Mandantenfähigkeit, Mobilität von Applikationen und Daten und integriertes Backup direkt auf dem Storage. Es ist möglich, Infrastrukturkomponenten bereitzustellen und automatisierte SAP Systemkopien anzufertigen, isolierte (fenced) SAP Systeme oder Landschaften in kürzester Zeit können so als Kopie bereitgestellt werden. Dies beschleunigt und vereinfacht Test und Repair, Training, Entwicklung, Sandbox, Roll-outs, verkürzt Markteinführungszeiten und senkt Risiken. Die Erzeugung eines SAP Repair System dauert nur wenige Minuten.

Gute Erfahrungen hat auch Tobias Geber-Jauch, CTO von Computacenter gemacht. Für ein Datacenter „out-of-the-Box“ sprachen die Punkte „Time to Market“ für neue Managed Services, Qualität und Zuverlässigkeit der Lösung, die es erlaubt, attraktive Services für unsere Kunden zu bieten. Für den FlexPod sprachen die weitreichende Virtualisierung, ein hoher Automatisierungsgrad und ein gemeinsames Supportmodell (von NetApp, Cisco und VMware) für schnelle Problemlösungen. Die validierte Lösung beschleunigt „Time to Market“ für neue Managed Services. Wie Jauch-Geber berichtet, steht Computacenter unter hohem Innovationsdruck, denn die deutschen KMUs expandieren nach Europa und wollen sehr schnell neue Infrastrukturen.

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