Firefox überfordert Unternehmen

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Das Versionsnummernkarussell bei Firefox stellt Unternehmen vor Probleme. Es gibt Proteste von IT-Verantwortlichen.

Bis zur Version 3.6 von Firefox ging bei Mozilla alles seinen gemächlichen Gang mit inkrementellen Updates im Abstand von einigen Monaten. Jetzt hat aber der Feuerfuchs die Beschleunigung angeworfen. Alle sechs Wochen soll jetzt ein größerer Versionssprung erfolgen und die Nummer 4, die erst vor drei Monaten erschienen ist, wird seit Einführung der Version 5 in der letzten Woche bereits nicht mehr unterstützt und erhält auch keine Sicherheitsupdates mehr. Nun könnte man sagen, dass dies nichts weiter als Zahlenspiele sind, weil sich unter der Haube gar nicht so viel so schnell verändern kann. Aber die IT-Verantwortlichen in großen Unternehmen, die gewohnt sind, Software ausführlich zu testen und erst nach monatelangem Vorlauf einzuführen, fühlen sich veralbert. Besonders lauter Protest kommt von Seiten von IBM, das den Firefox Mitte 2010 als firmeninternen Browser für 500.000 Anwender eingeführt hat: »Das angekündigte Lebensende von Firefox 4 ist ein Tritt in den Magen«, erklärt John Walicki, IT-Verantwortlicher bei IBM. So schnell ließen sich Add-Ons unmöglich abstimmen. Außerdem seien Erziehungsprogramme, Dokumentationen und Kommunikationen seien alle zu planen.

Asa Dotzler von Mozilla reagierte auf diese Bedenken mit dem ausgestreckten Mittelfinger: »Unternehmensanwender waren nie ein Fokus für uns.« Jede Minute, die darauf verwandt werde, Unternehmensanwender glücklich zu machen, solle besser auf Privatnutzer verwandt, die keine Unternehmens-IT zur Unterstützung hätten. Er betont ausdrücklich, die Politik des sofortigen End-of-Life bei Einführung der Nachfolgeversion werde beibehalten. Firefox 6 soll schon Mitte August escheinen und dann ist es mit der Unterstützung für Firefox 5 auch schon wieder vorbei,

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