Gravis geht’s nicht gut – Entlassungen angekündigt

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Gravis hat gravierende Probleme: Die auf Apple-Produkte und entsprechendes Zubehör spezialisierte Handelskette verkauft in letzter Zeit anscheinend nicht genügend Ware. Das berichtet zumindest das ebenfalls auf Apple eingeschworene News-Portal Macnotes unter Berufung auf eine interne Mitteilung des Gravis-Chefs Archibald Horlitz an die Mitarbeiter. Demnach ist sogar von Entlassungen die Rede.

Die Umsatzziele im vergangenen Jahr seien »weit verfehlt« worden. Genauere Angaben und eine offizielle Stellungnahme waren aber bisher nicht zu erhalten. Auch das Weihnachtsgeschäft muss demnach enttäuschend verlaufen sein – trotz »anhaltend positiver Grundstimmung für Apple«, wie die Gravis Geschäftsführung sich selber wundert. Diese hat sich aber wohl für den führenden Apple-Händler in Deutschland, der vor kurzem noch deutschlandweit mit eigenen Shops bei Karstadt einsteigen wollte, nicht ausgezahlt.

Ein wenig mag es auch daran liegen, dass Apple seinen Händlern schon immer und in letzter Zeit massiv das Leben schwer macht. Mit dem eigenen Online-Shop Apple-Store und immer mehr neu hinzukommenden Flagship-Stores, auch in Deutschland (zuletzt im Dezember in München in fast unmittelbarer Nähe zur Gravis-Filiale) schöpft der Hersteller wohl lieber selber den Rahm ab.

Mit der ebenfalls im Dezember erfolgten Ankündigung, sich von der MacWorld in San Francisco ab 2010 komplett zurückzuziehen (womit dieser Messe wahrscheinlich der Todesstoß versetzt wird) begibt sich Ober-Apple Jobs, um dessen Gesundheit sich momentan vor allem die Börse große Sorgen macht, in eine »splendid isolation«, die sich eines Tages rächen könnte. Denn iTunes ist nicht alles. Und die hochpreisigen Lifestyle-Produkte, insbesondere die nicht ganz so supertrendigen Mac-Rechner, bewegen sich schließlich aktuell in einer Welt schmaler gewordener Brieftaschen.

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