Neue Namen im Netz

Strategie

Bei der Namensfindung für die eigene Internetpräsenz sollen Unternehmen und Bürger in Zukunft mehr Möglichkeiten erhalten.

Die zuständige Internet-Verwaltung ICANN hat in Paris grundsätzlich grünes Licht für neue Homepage-Endungen, sogenannte „Top Level Domains“ gegeben. So sollen ab dem kommenden Jahr nicht nur Länderkennungen wie „.de“ oder andere bekannte Kürzel wie „.com“, „.net“ und „.org“ möglich sein. Auch Städte und Regionen können künftig eigene Website-Endungen haben. In Deutschland sind nach Angaben des BITKOM bereits Bewerbungen für die Adressen „.berlin“ und „.hamburg“ geplant.

Zuerst dürfen demnach interessierte Städte, Regionen und Unternehmen die gewünschten Namensräume beantragen. Die hierfür notwendige Ausschreibung startet nach Einschätzung des BITKOM aber frühestens im zweiten Quartal des nächsten Jahres.

“Faires und transparentes Verfahren”

„Einzelne Homepages mit den neuen Endungen sollen dann nach einem fairen und transparenten Verfahren vergeben werden“, kommentiert BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer die Pläne. „In der Startphase muss verhindert werden, dass große Mengen an Domains zu Spekulationszwecken reserviert werden.“ Dazu habe ICANN in den vergangenen Monaten Regeln entwickelt. So sollen Unternehmen und Bürger mit berechtigten eigenen Interessen in den ersten Monaten Vorrang haben. Eine solche so genannte „Sunrise“-Periode hat sich Scheer zufolge bereits bei der Einführung der Endung „.eu“ bewährt.

Neben Städte-Kürzeln seien auch regionale Endungen wie „.bzh“ für die französische Bretagne oder „.quebec“ für die gleichnamige kanadische Provinz im Gespräch. Und neue themenbezogene Kennungen wie „.sport“ oder eigene Domain-Endungen für große Unternehmen und Institutionen sind ebenso denkbar. Wie die Zulassung im Detail abläuft, hat ICANN allerdings noch nicht entschieden.

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