Cisco muss ohne „MPLS“ leben

Köpfe

Das komplette Entwickler-Team hinter den programmierbaren Switches und Routern des Netzwerkriesen verlässt die Firma. Unstimmigkeiten über die Rolle der vier Innovatoren lösten offenbar den Exit aus.

Vier Top-Entwickler und spätere Manager, die die Netzwerkfirma aus dem reinen Networking-Geschäft herauslösten und das Angebotsspektrum erweiterten, gehen, berichtet das Wall Street Journal. Wenngleich die Abkürzung MPLS bei Cisco offiziell für „Multiprotocol Label Switching“ steht, wurde das Kürzel auch inoffiziell für das Management-Quartett Mario Mazzola, Prem Jain, Luca Cafiero and Soni Jiandani genutzt. Nach einem internen Memo von Cisco-CEO Chuck Robbins verlassen die vier zum 17. Juni die Firma.

Nexus-9000-Produktfamilie (Bild: Cisco).
Begann, den Stein des Anstoßes bei Cisco zu legen: Die Nexus-9000-Produktfamilie (Bild: Cisco)

Das bekannteste und meistverkaufte Produkt, hinter dem die Entwickler steckten, war der Switch Nexus 9000. Der, so glauben Insider, hätte zwei Milliarden Dollar Umsatz gebracht, die wohl nicht gebührend in Prämien für die Manager gewandelt worden seien.

Weil die vier Entwickler für zahlreiche Innovationen des Unternehmens verantwortlich waren, könnten Zweifel entstehen, doch Chambers wift die Bedenken weg – schließlich sind noch ausreichend Entwickler vorhanden und ist alles gut dokumentiert.

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