Outsourcing-Markt in Deutschland rückläufig

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Die Outsourcing-Aktivität in Deutschland schrumpft. Dagegen gab es höhere Nachfrage in der gesamten EMEA-Region.

165 kommerzielle Outsourcing-Verträge mit einem jährlichen Vertragsvolumen (Annual Contract Volume, ACV) ab 4 Millionen Euro sind im ersten Quartal 2014 in EMEA abgeschlossen worden, so der „Q1 2014 EMEA ISG Outsourcing Index“ der Marktforscher von ISG. Damit lag das ACV für die gesamte EMEA-Region bei 2,4 Milliarden Euro und damit um zehn Prozent über dem Ergebnis des Vorquartals sowie 29 Prozent höher als im gleichen Quartal des Vorjahres. Der Zuwachs ist weitgehend auf fünf in der Region abgeschlossene „Mega-Transaktionen“ – Outsourcing-Verträge mit einem ACV von über 80 Millionen Euro – zurückzuführen, die Verträge in Großbritannien, Frankreich und Skandinavien beinhalten.

In Deutschland gingen dagegen die Vertragsvolumina mit einem ACV von 330 Millionen Euro im ersten Quartal 2014 leicht zurück, sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres. Jedoch erhöhte sich die Zahl der Vertragsabschlüsse um 21 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 52 Prozent gegenüber dem besonders schwachen ersten Quartal 2013.

„Der Markt in der DACH-Region ist reifer und die Kunden erfahrener geworden. Die Unternehmen schließen eher kleinere Verträge mit mehreren spezialisierten Anbietern ab, als einen großen Vertrag mit einem Generalisten. Zudem haben die meisten Großunternehmen große Teile ihrer Infrastruktur bereits ausgelagert. Daher sinkt das Gesamtmarkt-Vertragsvolumen bei steigender Anzahl der Vertragsabschlüsse“ sagt Bernd Schäfer, Partner und Managing Director ISG DACH.

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