Progress Software will Partner gewinnen

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Progress Software hat sich neu aufgestellt und fokussiert sich als Anbieter von Plattform as a Service. Neue und bestehende Partner sollen diese Entwicklung unterstützen.

Progress Software präsentiert sich im neuen Look: Das Logo wurde geändert und glänzt jetzt mit Funken. Inhaltlich hat sich der Software-Anbieter
refokussiert auf innovative Anwendungsentwicklung. Ziel ist es, die Produktivität mit innovativen Methoden zu erhöhen und schnelle Innovationszyklen zu ermöglichen. Die Herausforderungen der Entwickler sind Datenintegration, Big Data, Mobility und Datenanalyse. Progress will helfen, dies ohne Vendor Lock-In zu bewältigen.

Dabei helfen 2000 Partner, die über 5000 Anwendungen auf Progress Basis bereitstellen. Über 200 Partner haben Cloud Anwendungen entwickelt. Progress kann aktuell
334 Millionen Dollar Umsatz vorweisen, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Davon entfallen 40 Prozent auf EMEA, wo ein Plus von sieben Prozent erzielt wurde. Progress beschäftigt 950 Mitarbeiter, davon in Deutschland 15. Zusätzlich sind in der EMEA Zentrale in Niederlanden ebenfalls 15 für Deutschland zuständig.

Produktivität zu steigern mit Einfachheit bei der Software-Entwicklung, hat sich Progress auf die Fahne geschrieben. Vereinfachung ist eine wichtige Forderung, um kritische Daten zu nutzen. „Die Entwickler wollen erst sehen, dann bauen. Resultate müssen schnell gezeigt werden. Die Anwendungsentwicklung muss schnell, datengetrieben und überall erreichbar sein“ erklärt Gary Calcott, Technical Marketing Manager, Application Development & Deployment, bei Progress Software . Die Vision sei die schnelle Entwicklung in der Cloud oder on Premise.

Das Progress Enterprise Application Platform Angebot Pacific gibt es seit einem halben Jahr und hat Marktbewusstsein erzeugt. In seinem neuen Magic Quadrant hat Gartner das Softwaresegment “Enterprise Application Platform as a Service (aPaaS)” analysiert und als Ergebnis Progress als “Visionär” eingestuft.

Calcott kommentiert: „Mit Pacific sind wir stärker im Browser unterwegs und bieten eine neue User Experience. Es bietet schnelle Entwicklung, datengetrieben und offene Standards auf Public und Private Cloud oder on Premise.“ Die Pacific Plattform bindet die vier Säulen OpenEdge, Rollbase, Corticon, Data Direct und andere Produkte ein.

OpenEdge ist ein etabliertes Ökosystem, mit dem viele Lösungen auf Abteilungsebene gewachsen sind. 1400 Application Partner entwickeln auf OpenEdge. Mit OpenEdge Mobile erfolgte signifikante Neuarchitektur 2013. Mobile Erweiterungen von Geschäftsprozessen sind jetzt möglich. Die Application Business Language
(ABL) Logic kann bestehenden Code erweitern und bietet Logik auf höherer Abstraktionsebene.

Rollbase erlaubt es zu bauen, auszurollen und zu verwalten. Es ist ein modellorientiertes Entwicklungsmodell. Über Browser kann ein Entwickler schnell einen Prototyp schaffen und ändern. Der Industriestandard Java-Script ist integriert, das Deployment von Haus aus mandantenfähig. Rollbase kommt mit einer Palette von Komponenten, ist ausführbar und sofort ausrollbar, Das Entwickeln mit Wizards erlaubt die Kooperation mit der Fachentwicklung. Rollbase erhält alle sechs bis acht Wochen neues Release, das nächsts Ende März. Dabei wird eine bessere Mobile Fähigkeit implementiert.

Corticon ist für die Verwaltung von Geschäftsregeln ausgelegt, um Entscheidung schnell und agil zu trreffen. Dafür ist Automation besser als traditionelle Programmierung. Corticon kann Geschäftsregeln abbilden. OpenEdge und Rollbase können auf Corticon zugreifen.

Die Data Direct Cloud bietet Treiber für ODBC JDBC, z.B. für die Datenextraktion etwa aus Oracle oder IBM DB2, aber auch NoSQL-Daten. Open Access erlaubt eine relationale Sicht auf nicht relationale Daten.

Demnächst kommt Easyl, das derzeit in der Betaphase ist. Es eröffnet ein neues Geschäftsfeld mit einer Rund um Sicht auf Daten im Unternehmen. Zielmarkt ist nicht der Entwickler, sondern die Fachabteilung, vor allem das Marketing. Daten aus CRM, ERP, HR werden einbezogen. Es erfolgt eine Synchronisation und Notifizierung mit Auswerten in BI Software, von Excel zu SAS mittels einfacher Templates und Drop Down. Die Datenintegration kann von der Fachabteilung gelöst werden und es ist kein Spezialist mehr nötig.

Progress bietet dazu Governance und Integration, zunächst über Amazon Web Services (AWS). „Wir wollen uns aber von Amazon APIs lösen und auf lokale Hoster zugehen“, so Calcott.

Beim Partner Programm strebt Progress weitere Partnerschaften für Easyl und Pacific an. Ein neues Thema sind Technology Alliance Partner. Außerdem will Progress Cloud Provider als Partner gewinnen. „Für OEMs spielen Incentives eine wichtige Rolle. Wir wollen eine enge Verknüpfung mit den Partnern und bieten diesen einen Mehrwert“, berichtet Calcott. Aktuell kooperiert Progress mit 100 ISVs in Deutschland, etwa 50 OEMs und einigen Systemintegratoren, aber keinen direkten Resellern. „Wir passen unser Lizenzmodell an die ISVs an. Systemintegratoren sind für uns sehr wichtig. Sie eröffnen den Marktzugang in der Aufbauphase. Viele Partner bieten auch Beratung“, erläutert Calcott.

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