„Wir wollen uns mit dem SAP-Channel verlinken“

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Cisco setzt auf den Channel und will neue Kundenkreise gemeinsam mit SAP-Partnern erschließen.

Cisco sieht im Internet of Everything eine riesige Geschäftschance. Auf 14,4 Billionen Euro beziffert Milo Schacher, Vice President EMEAR Partner Organisation bei Cisco, die Profite, die aus der Vernetzung von allem mit allem erzielt werden kann. Im Internet für Alles werden immer mehr Geschäftsprozesse in der IT abgebildet.

Nike etwa macht Sensoren in den Schuhen und es gibt immer mehr Sensoren in vielen Branchen. In einem Projekt von Cisco mit Coka-Cola wurden Sprachbefehle für die Palettenbewegung im Werk implemtiert. Die Stadt Nizza nutzt Sensoren, um die Müllabfuhr und anderes zu überwachen. Deichmann hat eine Schuh-Plattform mit Tech Data konzipiert, denn der Erfolg von Zalando hat sie zu einem Gegenschlag gezwungen. Cisco CEO John Chambers kommt in zwei Wochen nach Barcelona und legt seine Vision des Internet für alles vor.

In dieser Transformation sieht Schacher ein großes Partner Potenzial und eine massive Chance für den Channel. „Das Netzwerk muss intelligenter werden, um Prioritäten zuzuweisen. Der Trend geht zum intelligent-aware network. Unsere Partner müssen ihre Stärken richtig einschätzen und ihren Zukunftskurs festlegen. Für unsere großen Partner bieten wir Consulting und treiben die Geschäftsrelevanz“, erklärt Schacher. Es gehe darum, Prozesse und Werkzeuge mit dem Internet zu verbinden.

Das Cloud GTM erfolgt über die Partner. Es gibt 56 Cloud Dienste von Cisco in Europa, etwa über die Telekom, Dimension Data und andere. „Wir treiben den ganzen Mehrwert Stack“, so Schacher. Dabei geht es um Telepräsenz in der Cloud und andere. „Für Systemintegratoren ist es eine logische Entwicklung, Cloud Builder zu werden“, betont Schacher. Das Cisco Cloud Programm hat sich schon seit drei Jahren entwickelt. 92 Prozent des gesamten Geschäfts in EMEAR gehen über Partner. „Die lokalen Partner genießen höheres Vertrauen bei den Kunden und wir werben kleinere Reseller an“, sagt Schacher.

Das In Memory Processing will Cisco gemeinsam mit SAP HANA angehen. „Wir wollen uns mit dem SAP Channel verlinken und gehen es im Moment an. Das Ziel ist es, SAP Partner noch enger mit unseren Partnern zusammenzubringen,“, erklärt Schacher. Die Innovation soll mit dem Channel erfolgen.

Über die letzten zwei Jahre legt Cisco einen stärkeren Fokus auf KMU dem mit Partner Plus Programm. Es gibt Incentives für die Investition in Wissen bei den Händlern, wobei die Investition kontinuerlich erfolgen soll. Die jährliche Apiration von Cisco ist es, die Vereinfachung gemeinsam mit Partnern voranzutreiben. Es komme darauf an, Programme zu simplifizieren.

„Unsere Partner machen einen guten Job und halten in neuen Technologien mit. Wir geben Incentive für die Investition in Wissen“, betont Schacher. Datacenter ist einer der stärksten Wachstumsbereiche, aber auch die Themen Wireless, Netzwerk und Security gehen gut.

Cisco ist interessiert an der Kooperation mit ISVs: „Wir machen das Netzwerk programmierbar und schaffen Schnittstellen (APIs) für ISVs.“ Schacher hat vor, in EMEAR 30 neue ISVs zu rekrutieren. Der größte unter den europäischen ISVs ist natürlich SAP, mit dem die Zusammarbeit vertieft werden soll. Bei Themen Virtualisierung und software-definierten Netzwerken (SDN) soll die leading edge mit dem Cisco One Approach erreicht werden. Eine einheitliche Netzwerk Umgebung soll Cisco One sein, die in jedem Teil programmierbar ist. „Hier wird noch einiges kommen und einzelne Komponenten hinzugefügt werden.“ Es gebe so eine neue Service Opportunity. Im Moment läuft Cisco One als Pilot Programm mit Partnern und Kunden. Es gibt noch keine Refenrenzen. Die Roadmap ist es, Cisco One über alle Architekturen zu verwirklichen.“ Offene APIs für ISVs sind dabei entscheidend.

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