Software AG kauft Apama von Progress Software

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Die Software AG erwirbt von Progress Software mit Apama eine Plattform für Complex Event Processing (CEP). Die Darmstädter bauen damit ihr Angebot für Integrations- und Prozess-Software aus.

Progress Software hatte schon im letzten Jahr angekündigt, sich von einigen Produktlinien zu trennen. Nachdem schon zehn Produktlinien in den vergangenen Monaten verabschiedet wurden, geht nun die Complex Event Processing (CEP) Apama an die Software AG. Die Transaktion soll in den nächsten beiden Monaten abgeschlossen werden, finanzielle Details wurden nicht genannt.

Progress hatte das britische Start-Up Apama im Jahre 2005 erworben und damals 30 Millionen Dollar bezahlt. Firmengründer Dr. John Bates wurde 2009 zum CTO von Programm Software ernannt und gilt als Visionär. Nun geht er mit seiner eigenen Gründung nach Darmstadt.

Mit Apama können Unternehmen ihre Geschäftsaktivitäten über unterschiedliche Datenströme hinweg in Echtzeit korrelieren und analysieren. Dies ergänzt die  Technologien der Software AG für die Übertragung von Nachrichten mit niedriger Latenz sowie In-Memory. So können Echtzeit-Daten dort ausgewertet werden, wo die Reaktionszeit unter einer Sekunde liegen muss: z.B. bei der Betrugserkennung, im Börsenhandel oder beim Kundenerfahrungsmanagement. Apama CEP erlaubt Kunden außerdem, Aktivitäten zu entwerfen, zu testen, zu überwachen und zu steuern, die auf „Industrie 4.0“ – das industrielle Internet – abzielen.

Die Software AG übernimmt die Technologie-Teams von Apama an den Hauptstandorten Cambridge (England), Bedford (USA) und Hyderabad (Indien). Auch der weltweite Vertrieb und die technischen Support-Teams von Apama sind von der Übernahme betroffen. Der Großteil der Kundenbasis ist vor allem im Banken- und im Kommunikationssektor angesiedelt. Die Produktmarke Apama wird beibehalten, da diese einen hohen Bekanntheitsgrad im CEP-Markt hat. Auch der Branchenfokus auf Kapitalmärkte und Lösungen für Kundenerfahrungsmanagement und Betrugserkennung wird beibehalten.

„Daten können schon nach kürzester Zeit wertlos sein”, kommentierte Robin Gilthorpe, CEO von Terracotta und Mitglied des Group Executive Board der Software AG, den Erwerb von Apama. „Die Big-Data-Technologie der Software AG hilft Unternehmen, auf große Datenmengen zu reagieren, noch während diese Daten aktiv sind und eine Reaktion geschäftlich relevant ist – z.B. um Betrug zu verhindern, den Absatz von Produkten zu steigern oder sogar Leben zu retten. Dieser Zukauf ist ein wichtiger Schritt im Rahmen unserer Strategie, Unternehmen bei der Gewinnung wichtiger Erkenntnisse aus großen Datenmengen in Echtzeit zu unterstützen.“

Dr. John Bates, Mitbegründer von Apama und Chief Technology Officer bei Progress Software, sagte: „Progress Software und die Software AG arbeiten gemeinsam mit Hochdruck daran, einen nahtlosen Übergang für unsere Kunden zu gestalten und ihnen die Unterstützung zukommen zu lassen, auf die sie sich auch bisher verlassen konnten. Ich selbst werde mich nach Abschluss der Transaktion der Software AG anschließen und persönlich dafür einsetzen.“

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