EMC: Pivotal wird drittes Familienmitglied

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Paul Maritz, Chief Executive Officer VMware

EMC hat große Pläne mit seiner neuen Tochter Pivotal. Sie soll ein neues Betriebssystem für die Cloud schaffen und gleichberechtigt neben Vmware treten.

Paul Maritz hat sich einen Namen als Visionär gemacht. Der Aufstieg von VMware ist zum großen Teil seine Leistung. In seiner neuen Funktion als Chef von Pivotal will er diese Erfolgsgeschichte jetzt wiederholen.

Maritz sieht eine neue Generation der Anwendungen, die Big Data und Fast Data inkorporiert. „Wir wollen eine neue Plattform für die Cloud schaffen und orientieren uns an Amazon und Google.“ Das Internet der Dinge komme und werde dazu führen, dass bis 2020 20 Milliarden Geräte mit dem Web verbunden sind. Allein bei einem Transatlantikflug fallen 30 TB an Daten an. „Wir brauchen ein neues Betriebssystem für die Cloud“, erklärt Maritz angesichts dieser Herausforderungen.

Pivotal One wird von 1300 Mitarbeitern, die von EMC und VMware abgestellt werden, entwickelt und ist stark verankert in Open Source. Gedacht ist sie für verschiedene Clouds verschiedener Anbieter. Das Data Fabric soll skalierbar bis zum Petabyte-Bereich sein, kostengünstig und zuverlässig. „Wir verwenden Technologie von EMC und VMware, etwa die Greenplum in-Memory Fähigkeiten oder Gem Fire von VMware“, berichtet Maritz.

Pivotal HD ergänzt Apache Hadoop mit der Greenplum Technologie und setzt auf die Apache 2 Lizenz. Maritz setzt auf das Spring Framework mit einer million Entwicklern, um einen höheren Level von Services zu ermöglichen. Die Cloud Fabric soll auf verschiedenen Clouds aufbauen.

„Wir arbeiten mit einem eigenem Ökosystem an Partnern, das sich von dem EMC und dem von VMware unterscheidet“, betont Maritz. Eine integrierte Pivotal Suite ist bis Ende des Jahres geplant. Bis dahin gibt es verschiedene Eintrittspunkte, Pivotal HD ist bereits erhältlich und einige Services stehen bereit.

Befragt nach der Rolle des Channels, sagte Maritz: „Der Channel ist eine breite Kategorie. Wir sind interessiert an Mehrwert. Service Provider, Systemintegratoren und ISVs sind unsere potenziellen Partner, kleinere Systemhäuser eher nicht. Wir machen es Entwicklern leicht, Analyse as a Service zu nutzen.“

An Pivotal ist neben EMC, das 62 Prozent der Anteile hält, auch VMware mit 28 Prozent und General Electric mit zehn Prozent beteiligt.

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