Distributor macht das Anbieten von Cloud-Diensten leichter

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Als Web-Dienst kommt auch ein Tool zum Verkauf von Web-Diensten: Cloudplace heißt das Hilfsmittel, das dem Handel das teure Einrichten eines Onlineshops für das Anbieten und Verwalten von Umsätzen mit Cloud-Services erspart.

Cloud-Shop aus der Cloud

Erst durch die Microsoft-Veranstaltung zur Vorstellung von Intune (Test des Services hier) wurde die Cloud-Handelsplattform des Distributors SaaS-Distribution bekannt.

Bei einer Vorführung des Services in der Redaktion Channelinsider zeigte SaaS-Distribution-Sales-Manager Markus Zumbeel, wie einfach es ist, über das Partnerpanel des Dienstes »Cloudplace« neue Cloud-Plattformen für Wiederverkäufer ganz ohne technische Arbeit zusammenzustellen und leicht an die CI des Partners anzupassen.

So kann der Händler als Spezialist auftreten und zuerst für sich selbst eine Vertriebsplattform im Eigenlook errichten – zumindest kann er die Farben wählen, das eigene Logo einbauen und zusätzlich eine eigene Subdomain erhalten.

Der Händler preist seine Produkte oder die anderer Hersteller im Shop an und legt die Verkaufskonditionen fest.  Services von großen Anbietern wie Microsoft erscheinen im hier zusammengestellten Shop gleichwertig zu den eigenen Angeboten.

Dem Kunden bietet der in Cloudplace zusammengestellte Shop schließlich eine Möglichkeit, die Dienste des Resellers oder Service-Anbieters zu abonnieren. In einer zentralen mandantenfähigen Verwaltung kann der Betreiber die verkauften Cloud-Dienste für alle Teilnehmer in seinem Shop steuern.

Ein Store für viele Denstleistungen

Das Unternehmen SaaS-Distribution ist mit seinem System einer der größten Wiederverkäufer der Microsoft-Cloud-Services, doch auch zahlreihe Dienste weiterer Unternehmen sind schon über die Plattform erreichbar.  Sales Manager Markus Zumbeel: »Wir haben schon 120 Stores in Deutschland laufen«.

Wolfgang Brehm, Direktor Mittelstand, Distribution und Direkt Marketing Reseller (DMR) bei Microsoft Deutschland GmbH, lobt Cloud Place als willkommenes Mittel zum Ankurbeln des Cloud-Vertriebs: »Cloud Place hilft unseren Partner, ohne Vorabinvestitionen vollumfänglich in die Vermarktung unserer Cloud Services einzusteigen!«. Tatsächlich ist keine Investition in einen Onlineshop nötig, und auch das Einbinden on Cloudplace in einen schon vorhandenen Service gestaltet sich einfach – als Link oder per IFrame als Teil der Seite.

Zu den Anbietern, die Cloud-Pace nutzen, gehört etwa Dominic Sander, Geschäftsführer der Sander Informationssysteme GmbH in Lohne. Sein Unternehmen bietet über den Cloudplace-Shop verschiedene Services wie zum Beispiel eine mobile Zeiterfassung für das Baugewerbe, einen Datensicherungsdienst und einen Service für das Qualitätsmanagement in der Lebensmittelbranche. Letzterer soll vor allem kleinen Lebensmittelhändlern helfen, Projekte für die Qualitätstests nach dem HACP-Standard der Lebensmittelbranche (vergleichbar mit den ISO-Standards in anderen Branchen) durchzuführen.

Daneben vertreibt Sander über den Shop auch Cloud-Lösungen von Microsoft und Iron Mountain.

Wie Sander und Microsoft freuen sich viele Anbieter über die gesparten Kosten und das erhöhte Interesse für Cloud-Dienste, So erklärt etwa  Arne Brucker, Geschäftsführer der Megasoft GmbH aus Solingen: »Seit dem wir Cloud Place im Einsatz haben, ist die Anzahl der Kundenanfragen für Cloud Computing Technologien signifikant gestiegen «.

Der Cloud-Service für den Vertrieb von Cloud-Services läuft offenbar so gut, dass ihm selbst das US-amerikanische Investment-Magazin Red Herring einen Preis verlieh. Cloudplace gehört nun zu den Preisträgern des Top 100 Europe Awards 2011 und qualifiziert sich damit für die Teilnahme am Red Herring Global Award in Hollywood im Winter 2011 – so etwas wie eine Oscar-Preisverleihung für die beste neue Geschäftsidee.

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