Umfrage: KMU bevorzugen Disk-basiertes Backup

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Tandberg Data hat die Ergebnisse einer aktuellen Fachhändler-Befragung zu Trends bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vorgestellt. Danach setzen 81 Prozent der KMU bereits Disk-basierte Lösungen für das Backup ein.

Nach 2007 hat Tandberg Data zum zweiten Mal weltweit seine Reseller, Distributoren and Value Added Reseller zu Marktentwicklung, Kunden und Anbietern befragt. Dabei handelt es sich um Fachhändler, die den Großteil ihrer Kundschaft bei kleinen und mittleren Unternehmen sehen.

Die Umfage ergab, dass nach Einschätzung der Händler im KMU-Umfeld 33 Prozent der Kunden Network Attached Storage (NAS), 28 Prozent Disk-to-Disk-to-Tape und 20 Prozent Virtual Tape bevorzugt zu Backup- und Archivierungszwecken einsetzen. Damit bestätigt sich, dass mehrstufige Backup- und Archivierungsszenarios mit Disk auch bei kleinen und mittleren Unternehmen eine zentrale Rolle spielen. Als entscheidende Auswahlkriterien werden die einfache Integrierbarkeit und Skalierbarkeit der Lösungen angegeben.

Tape dagegen wird auch bei kleinen und mittleren Unternehmen zunehmend zur Archivierung eingesetzt. LTO bleibt die bevorzugte Laufwerkstechnologie (59 Prozent), lediglich 18 Prozent setzen auf DLT. Gute Skalierbarkeit und die Möglichkeit, kommende Generationen von Bandlaufwerken integrieren zu können, spielen bei der Auswahl von Tape Automation-Produkten die ausschlaggebende Rolle (57 Prozent).

»Beim Vergleich der Studien 2007 und 2009 sehen wir, dass beim Backup gemäß den Marktvorhersagen Tape rückläufig und die Nachfrage nach einfach zu handhabenden, skalierbaren Disk-basierten Lösungen wie unsere kürzlich vorgestellte Virtual Tape Library-Serie DPS1000 wächst«, sagt Bharat Kumar, Vice President Marketing und Strategy bei Tandberg Data. »Bei der Archivierung hingegen ist Disk rückläufig und die Anwender tendieren zum wirtschaftlicheren Tape, dass sich für die sichere, kosteneffektive Langzeitarchivierung bewährt hat.«

Die Tandberg Data-Fachhändler wurden darüber hinaus nach den Gründen befragt, weshalb sie bestimmte Hersteller und Produkte bevorzugen. Dabei waren mehrere Antworten möglich. Die intensive Zusammenarbeit zwischen Anbieter und Fachhändler (»Relationship«) wurde von 98 Prozent als wichtig bis sehr wichtig eingestuft und erzielte den höchsten Wert. Für ebenso 98 Prozent ist die reibungslose Abwicklung von Geschäftsprozessen (»ease of doing business«) mitentscheidend. Jedoch geben über 90 Prozent der Händler an, dass die Kaufentscheidungen angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage zunehmend über die »harten« Kriterien »Preise, Nachlass und Rabatt« entschieden werden. Laut der Befragung bevorzugen Anwender derzeit Lösungen mit langen Gewährleistungsfristen und erweitertem Austauschservice, da sie nicht bereit sind, in Reparaturservice vor Ort zu investieren.

Die Reseller gaben darüber hinaus an, dass sie Hersteller danach bewerten, wie intensiv sie mit ihnen zusammenarbeiten und für einen reibungslosen Geschäftsablauf sorgen können. Seit der Finanzkrise entscheidet jedoch zunehmend der Preis. »Verkaufen ist gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Vertrauenssache«, sagt Produktmarketingleiter Jochen Bless von Actebis Peacock, einem langjährigen Distributionspartner von Tandberg Data. »Das bezieht sich sowohl auf unsere Kunden als auch auf die Hersteller. Neben Selbstverständlichkeiten wie Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte, einer vernünftigen Preisgestaltung, funktionierender Logistik und professionellem Support entscheidet am Ende oft die Gewissheit, dass man sich auf den anderen verlassen kann. Unsere Zusammenarbeit mit dem Team von Tandberg Data ist das beste Beispiel wie man diese Wechselbeziehung erfolgreich für den Endkunden umsetzt.«

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