Hardware bei Oracle kaufen

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Der Datenbankspezialist will in Kürze auch Hardwareprodukte verkaufen, zum einen eine „Datenbankmaschine”, zum anderen ein Storageprodukt; beide Produkte werden von HP hergestellt.

Damit sollen Unternehmen in Zukunft auf Informationen im Rechenzentrum mit einem kleineren Footprint als mit normalen Datenbankkonfigurationen zugreifen können, so Oracle. Das Storage-Produkt ist seit drei Jahren in Entwicklung, wird ca. 650.000 US-Dollar kosten und kann bis zu 168 Terabyte an Daten speichern. Laut offiziellen Oracle-Aussagen soll die Appliance zu einem günstigen Preis verkauft werden, um so die Storage-Preise von EMC und IBM zu unterbieten.

Die Namen der beiden Datenbankprodukte lauten Database Machine und Exadata Storage Server. Die neue Database Machine lässt sich in einem einzigen Rack unterbringen und kann als Vollsystem bestellt werden, bei dem ein Grid mit Oracle Datenbankservern mit einem Grid an Exadata Storageservern integriert wird. Jeder Exadata Storage Server verfügt über zwei Infiniband-Pipes, die mit einer Rate von 1GB/sec Daten an das Grid liefern.

Jeder Exadata Storage Server hat eine Bruttospeicherkapazität von bis zu 12TB. Der Anbieter Oracle, der im Laufe der letzten vier Jahr 35 Milliarden US-Dollar in den Aufkauf 50 verschiedener Softwarehersteller gesteckt hat, schlägt damit einen ganz neuen Weg ein. Die Gewinne von Oracle stiegen letztes Jahr um 29 Prozent auf 5,5 Milliarden US-Dollar.

Oracle und Intel haben zudem offiziell gemeinsame Schritte für schnelleres Cloud Computing im Unternehmensumfeld angekündigt. Es sollen Standards entwickelt werden, anhand derer die Entwicklung sowohl auf öffentlichen als auch privaten Clouds möglich sein soll. Oracle setzt dazu seine Grid Computing Technologien ein; Intel arbeitet mit der eigenen Virtualisierungstechnologie. Die Zusammenarbeit findet in drei Bereichen statt: Effizienz, Sicherheit und Standards. Sicherheit ist ein großes Problem, vor allem wenn Unternehmen Software in öffentlichen Clouds laufen lassen. Die beiden Unternehmen planen die Entwicklung von Sicherheitsstandards, so dass nur berechtigte Personen Zugang zu privaten Daten haben; zusätzlich soll das Activity Tracking zur Gewährleistung der Revisionssicherheit und der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben verbessert werden.

Nach Meinung der Experton Group ist Oracle mit seiner Fokussierung auf Cloud Computing zwar auf dem richtigen Weg, der Versuch, eigene Hardware zu verkaufen, wird dagegen nicht von Erfolg gekrönt sein. Und wer behauptet, dass das Cloud Computing im Unternehmensumfeld einen hohen Nutzungsgrad erfahren wird? In einer kürzlich durchgeführten Umfrage haben die befragten CIOs deutlich bekundet, dass geplante Investitionen in Cloud Computing minimal sein werden. Normalerweise wird eine Cloud von einem externen Betreiber angeboten, in diesem Fall einem Betreiber von so genannten Data Center Fabriken.

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