Servervirtualisierung braucht Projektarbeit und verspricht gute Umsätze

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Nach Schätzungen von Analysten sind weniger als zehn Prozent der Serversysteme virtualisiert. Gleichzeitig ist dies das Marktsegment, das in den kommenden Jahren die meisten Umsätze verspricht. Daneben stehen aber auch weitere Techniken in den Startlöchern. Welche Techniken reif sind und wo schon heute Umsätze zu erzielen sind, wollen wir hier aufzeigen.

Die vier Formen der Virtualisierung

Servervirtualisierung: Die Virtualisierung von Servern ist bekannt und etabliert. Im Allgemeinen muss hier keine Aufklärungsarbeit mehr geleistet werden, obgleich natürlich das jeweilige Unternehmen den Nutzen immer anhand der eigenen Wertschöpfung erkennen muss. Die Anbieter haben ausgefeilte Tools, die den Einsatz vereinfachen, im Portfolio. Dennoch zählen die Projekte der Servervirtualisierung zu den anspruchsvollsten, den es geht um die Änderung der Serverinfrastruktur. Fehler, die hier gemacht werden, wirken sich nicht selten auf allen Benutzer aus. Aber es kann auch klein begonnen und schrittweise ausgebaut werden.

Applikationsvirtualisierung: Die Applikationsvirtualisierung dient der Vereinfachung der Clientverwaltung. Die Umsetzung der Applikationsvirtualisierung ist im kleineren Stile relativ einfach, eine Investition in Hardware und neue Server, wie bei der Servervirtualisierung ist nicht notwendig. Hierzu bieten die Hersteller Hilfsmittel und Demo-Umgebungen an. Dennoch sollten auch Projekte zu Applikationsvirtualisierung nicht ohne hinreichende Planung angegangen werden.

Präsentationsvirtualisierung:
Da die Präsentationsvirtualisierung eine permanente Anbindung an den zentralen Server benötigt, scheidet das Modell für Notebooks aus. Sofern man als Grundlage den Windows Server verwendet, ist, wenn der Server leistungsfähig genug ist, keine Investition in Hard- oder Software notwendig. Im Falle Von XenApps, das ausgefeiltere Verwaltungs-Tools bietet, müssen aber Lizenzen und in der Regel auch Hardware neu beschafft werden. Um einen Einstieg in das Thema zu finden, bieten sich die Terminal Services Dienste von Microsoft an.

Desktopvirtualisierung:
Die zentrale Bereitstellung eines vollständigen Benutzerdesktops hat weitreichende Auswirkungen auf die IT-Infrastruktur. Dies macht mitunter aufwändige Investitionen in eine zentrale Hardware notwendig. Daher werden Projekte dieser Art erst nach den Abschreibungszyklen der Desktops interessant. Ansonsten wird die Rechnerleistung für den Benutzer doppelt vorgehalten, auf seinem lokalen Gerät und auf dem Desktop Server. Gleiches gilt für den Speicherausbau. Da der Speicherplatz im zentralen Server-SAN immer ein Vielfaches der lokalen Benutzerfestplatten eines PCs kostet, verteuert sich auch der Festplattenplatz.

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