Lenovo launcht neue SMB-Notebook-Reihe

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Der ThinkPad-Spezialist hat mit der neuen SL-Reihe drei Notebooks für kleine Büros und ein Service-Paket vorgestellt.

Eingebautes UMTS mit Vodafone

Die ThinkPads SL300, SL400, SL500 sind unter anderem mit einem integrierten UMTS(HSDPA-)Breitband-Zugang von Vodafone und optional mit einem Blu-Ray-Laufwerk ausgestattet. Mit einem edel schwarzglänzenden Gehäuse will man zudem auch in Sachen Design punkten. Speziell für die – meist nicht mit Technikspezialisten gesegnete – Zielgruppe der Kleinunternehmer, Freiberufler und mittelständischen Betriebe hat der Hersteller aktuell einige Software-Handreichungen vorgesehen. Diese gehen von der Datenrettung über Services wie Online-Daten-Backup und Vor-Ort-Reparatur (innerhalb der Garantiezeit) bis hin zum unkomplizierten Einrichten einer mobilen Internetverbindung.

Die sogenannten Lenovo Care Tools umfassen die Programme Access Connections, Rescue and Recovery, Presentation Director und System Update sowie Client Security Lösungen. Voll im Trend der Zeit liegt das ohne Aufpreis bereits integrierte HSDPA-Modul mit einer voraktivierten SIM-Karte von Vodafone, welche ohne Vertrag 30 Tage lang kostenlos genutzt werden kann. Ein Gutschein hierfür liegt auf der Tastatur des Notebooks bereit. Damit schafft der Hersteller einen zunächst einzigartigen, allerdings exklusiv an Vodafone gebundenen Benefit.

“Synonym für professionelle Technologie”

„Der Name ThinkPad ist Synonym für führende Computertechnologien für professionelle Anwender“, meint Marc Fischer, Lenovo Geschäftsführer in Deutschland. Mit der SL Reihe wolle man nun auch Anwendern kleiner und mittlerer Unternehmen „die Qualität und Verlässlichkeit der ThinkPad Notebooks zugänglich machen“. In dem Punkt hatte es ja kürzlich leider Probleme gegeben – die Scharniere der eigentlich als unverwüstlich geltenden Geräte waren bei einigen Modellen in unerfreulicher Weise „zusammengeklappt“ bzw. auseinandergebrochen. Andererseits schützt ein als „Notebook-Airbag“ bezeichnetes System die Festplatte bei physikalischen Abstürzen, sprich, wenn das Gerät vom Tisch fällt.

Marc Fischer, Geschäftsführer von Lenovo Deutschland: „Der Name ThinkPad ist Synonym für führende Computertechnologien für professionelle Anwender.“

Strategisch macht die neue Modellreihe wohl Sinn. Denn die Zahl der Computernutzer in kleinen und mittleren Unternehmen steigt kontinuierlich. Laut IDC wird im Jahr 2009 das SMB-Segment 31 Prozent des gesamten Notebook-Marktes ausmachen. Wachstumsraten in diesem Bereich werden zukünftig auch die Segmente der klassischen Käufer mit hohen Volumen wie zum Beispiel Großkonzerne übersteigen, sagen die Marktforscher. Und in Deutschland gehören ohnehin über 99 Prozent der Firmen zum sogenannten Mittelstand. Was bekanntlich ein sehr dehnbarer Begriff ist.

Die Modelle SL400 und SL500 sind ab Anfang August über den Fachhandel beziehbar. Die Preise beginnen bei 810 Euro (unverbindliche Preisempfehlung inkl. MwSt.). Das SL300 folgt ab Mitte August, Preis wurde hierfür noch keiner genannt.

Consumer-Notebook in Sicht

Neben der SL-Serie schickt der Hersteller noch sechs weitere Notebooks an den Start, welche natürlich alle ebenfalls auf Intels neuer Centrino 2 Plattform basieren: die ThinkPads R400, R500, T400, T500, X200 und W500 bieten unter anderem SSD-Speicher, LED-Backlight-Displays oder GPS-Funktionalität. Die neue T Serie beinhaltet eine umschaltbare Grafik, die es erlaubt zwischen der sparsamen Intel GMA und einer Grafikkarte mit dediziertem Speicher hin und her zu schalten, unterstützt wird zudem ein Display-Port.

Kritisch beäugt man bei Lenovo das Segment der Netbooks. Während über ein Lenovo Consumer-Notebook im Retail – welches auf Testmärkten in Frankreich und Südafrika bereits erprobt wird – noch bis zum Jahresende spekuliert werden darf, wehrt Geschäftsführer Fischer die Frage nach den kleinen, billigen Dingern unwillig ab: „Glauben Sie, dass es dafür einen Markt gibt?“ Nun ja, Glauben ist nicht Wissen. Aber manchmal weiß man es einfach besser.

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