Open Cloud Alliance offen für Systemhäuser

NewsRetail

Die vor kurzem gegründete Open Cloud Alliance soll lokalen Service-Providern das Geschäft in der Wolke erleichtern.

Die Open Cloud Alliance (OCA) soll es Systemhäusern und Service Providern ermöglichen, Anwendungen an die Kunden zu bringen. Die neue Initiative wurde von Univention, IBM, Open-Xchange und weiteren Software- und Cloud-Service-Anbieter ins Leben gerufen. Peter Ganten, CEO von Univention, berichtet: „Wir haben mit IBM eine Plattform für Anwendungen geschafften.“ Derzeit sind 50 Anwendungen verfügbar. Es sollen Service Provider angesprochen werden. Für das erste Quartal 2015 erwartet Ganten etwa zehn Hosting-Partner. Binnen zwei Jahren sollen es hunderte werden, die durch aggressives Marketing überzeugt werden sollen.

„Gerade für den Mittelstand ist Vertrauen das wesentliche Kriterium für die Adaption von Cloud-Diensten. Dies schaffen wir mit transparenter Open-Source-Software, die jederzeit auch bei anderen Cloud-Anbietern oder im eigenen Unternehmen betrieben werden kann”, erklärt Ganten. “Daneben bieten wir Bausteine, die bisher fehlen, beispielsweise zur Integration von Anwendungen untereinander oder mit den bestehenden Infrastrukturen der Kunden.”

“Verlässliche Cloud Angebote sind nur vertrauenswürdig, wenn sie über verschiedene Anbieter verfügbar sind und eine problemlose Datenmigration durch offene Software ermöglichen. Diese Philosophie ist der Kern der Open Cloud Alliance und schafft Vertrauen und gegenseitigen Nutzen zwischen den Providern und – was am wichtigsten ist – einen echten Mehrwert für die Kunden,” ergänzt Rafael Laguna, CEO Open-Xchange AG.

Die Plattform beruht auf dem Univention Corporate Server (UCS) zusammen mit OpenStack sowie dem Univention App Center. Die Open Cloud Alliance ermöglicht auf dieser Basis unterschiedliche Betriebsmodelle: Sie stellt alle Technologien sowohl für Hosting-Anbieter als auch für den On-Premise-Betrieb zur Verfügung und ermöglicht so sowohl reine Cloud-Lösungen als auch hybride Szenarien. Damit erhalten die Anwender ein Maximum an Entscheidungsfreiheit bei der Nutzung von Cloud-Angeboten.

Referenzhardware der Open Cloud Alliance sind Intel-basierte Serversysteme von IBM/Lenovo mit IBM Cloud Manager, der OpenStack-Implementierung von IBM. Cloud-Service-Provider und Endkunden erhalten dadurch einen durchgängig unterstützten, zuverlässigen und gut managebaren Stack, der zwar integriert aber gleichzeitig offen für die Integration mit anderen Lösungen ist.

Univention und IBM rufen Cloud-Service-Provider, aber auch Systemhäuser, Internet-Service-Provider und Software-Anbieter auf, diese Chance zu nutzen und sich an der Open Cloud Alliance zu beteiligen. Zu den ersten Software-Anbietern in der Allianz gehören der Anbieter der Dropbox-Alternative ownCloud, sowie die Hersteller von Kollaborationsplattformen, Open-Xchange und Zarafa. Auf der Seite der Cloud-Service-Provider haben neben der Firma Netzlink aus Braunschweig, Teuto.net aus Bielefeld und Plutex aus Bremen schon vor dem offiziellen Start der Initiative drei weitere Cloud-Service-Provider zugesagt, im ersten Quartal 2015 Angebote auf OCA Basis realisiert zu haben. Weitere Partner werden in Kürze folgen.