„VMware hat Momentum“

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Auf dem VMware vForum 2014 hat der Virtualisierungs-Spezialist den deutschen Partnern und Kunden seine Strategie erläutert. Im Mittelpunkt stehen die drei Säulen software-definiertes Rechenzentrum, die hybride Cloud und End-User-Computing.

Auf dem VMware vForum 2014 in Darmstadt am 3. Juni 2014 waren 1400 Kunden und 530 Partner, das sind 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Thomas Kühlewein, Vice President EMEA von VMware, erklärte: „Wir werden proaktiv die Zukunft gestalten, den Anstoß geben, gemeinsam Dinge zu verändern und Innovation unterstützen. Wir sind überall präsent, von KMU bis DAX. 67 Prozent unserer Kunden haben bereits mehr als die Hälfte virtualisiert.“ Alle Anwender nutzen heute die Cloud, die Anwender machen Druck auf IT. Die Zukunft ist software-definiert. Es gibt aber Herausforderungen in der mobilen Cloud Ära. Die Schatten-IT schafft zwar Innovation, aber es gibt einen Kontrollverlust der IT. „Wir sollten den Komfort der Mobilität mit Kontrolle zusammenbringen“, forderte Kühlwein. Die IT-Budgets steigen nicht, aber die Abteilungen schaffen mehr Nutzen. Das hält mit den Erwartungen der Anwender allerdings nicht Schritt. Virtualisierung ist die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft.

VMware habe es geschafft, Ressourcen freizusetzen und sehr viel Geld zu sparen (über zehn Milliarden Dollar für die Kunden). Das Ziel ist es, Ressourcen freizusetzen, um die Innovation voranzutreiben. Erreicht werden kann dies mit Automation und Beschleunigung. „VMware kann Lücken überbrücken mittels einer kompletten Software Definition. Die Reise geht von der Konsolidierung über die Zuverlässigkeit zur Agilität mit Automation. Wir arbeiten an automatisierter Architektur, die Königsklasse ist IT as a Service“, so Kühlewein. „Wir wollen helfen, die Rolle der IT zu stärken.“

Unternehmen, die sich in der dritten Phase der Virtualisierung befinden, haben die Antwortzeiten um 37 Prozent reduziert und mit neuen Anwendungen 26 Prozent mehr Umsatz erzielt. „Wir wollen in den Projektplan gehen und die Zukunft vorantreiben.“ Anwendungen sind die Basis, VMware bietet das software-definiertes Rechenzentrum (SDC), die hybride Cloud und End-User-Computing (geräteunabhängig).

Bob Schultz, VP End-User-Computing, ergänzte: „VMware hat Momentum. Mit Zukäufen von wie dem von Airwatch und anderen haben wir ein Wachstum um mehr als 30 Prozent erzielt. Die Anwender erwarten, dass sie von überall aus arbeiten können. Die zahlreichen Plattformen sind aber eine Herausforderung, denn Sicherheit, Management und Compliance/Cost müssen berücksichtigt werden.“ Die Anwender brauchen konsistente Erfahrungen. Die Mission lautet, sichere virtuelle Arbeitsplätze mit hoher Geschwindigkeit bereitzustellen. Die Technologien von Horizon6 und Airwatch spielen dabei eine wichtige Rolle, ebenso die enge Partnerschaft mit Microsoft und anderen großen Anbietern. „Es geht um Leute und Prozesse. Wir wollen Abstraktion schaffen“, so Schultz.

Gilles Lunzenfichter, Director Product Marketing EMEA von VMware, ging mehr auf die Technik ein: „SDC ist die Vision der Zukunft. Das Problem ist, die IT kann nicht mithalten. Wir werden Storage und Netzwerke heranbringen und alles beschleunigen. Es gibt noch Potenzial.“ SDC steht für Abstraktion, Poolen und Automation. SAP Hana wird vitualisiert. VMware bringt mit virtualSAN eine Veränderung des Storage-Marktes: „Wir versprechen uns viel von vSAN, es gibt Synergien mit End-User-Computing. vSAN nimmt die Kosten aus virtuellen Desktops. Die Infrastruktur wird programmierbar und automatisiert.“ Die Workloads sind heute mehrheitlich virtuell, das erfordert ein neues Denken im Management. „Wir haben seit vier Jahren unser Angebot aufgebaut als Cloud Management Plattform. Das vCloud Automation Center ist ein Kernprodukt. Es bietet eine positive und einfache Erfahrung sowie Kostentransparenz. Es läuft komplett auf vSphere Infrastruktur, aber auch auf heterogenen Strukturen. Wir unterstützen hybride Services. Die vCloud Suite ist das Beste, für Einsteiger ist eher vSphere mit Operations Management anzuraten.“

Netzwerk Virtualisierung ist das neue Betriebsmodell im Rechenzentrum. NSX kann den Hypervisor nutzen, um das Netzwerk abzubilden. Mit NSX kann man Netzwerke erstellen oder klonen. Es gibt ein ganz anderes Tempo für Neukonfiguration, die in in Minuten statt Tagen erfolgen kann. Cloud Effizienz im Rechenzentrum mit Virtualisierung und Automation erlauben komplettes neues Business. „Die Firmen sollten zu kleinen Googles werden“, so Lunzenfichter.

Es gelte, die Vision im Public Cloud Umfeld zu nutzen. Die Public Cloud ist oft schnell eingeführt, aber inkompatibel, das führt zu Zusatzkosten. „Man muss Stärken der beiden Welten verbinden. Mit vCloud Hybrid Service, durch VMware betrieben, ist eine echte hybride Cloud möglich. Wir wollen dies in Deutschland dieses Jahr starten. Der vCloud Hybrid Service gewährleistet Sicherheit, Netzwerke, Management und Support. Die entsprechenden Angebote von Managed Service Providern (MSPs) ermöglichen dieselbe Erfahrung. Wir bieten eine nahtlose Erfahrung, das kann kein anderer“, erklärt Lunzenfichter. Auch die Datenlokalität (also der Standort in Deutschland) ist wichtig, Vmware wird diesem gerecht. Es gibt dadurch Use Cases für neue Anwendungen.

Das Angebot Desktop as a Service kommt in den USA, und demnächst auch in Europa. In UK gibt es bereits Disaster Recovery as a Service. Dies ergänzt bestehende Disaster Recovery Lösungen oder kann sie künftig ersetzen. „Unser Versprechen ist eine wahre hybrid Cloud, ohne die Anwendungen zu verändern. Wir werden näher an die Vision des SDC herangehen“, berichtet Lunzenfichter.

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