Windows 8.1: Was spricht für den Einsatz in Unternehmen?

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Bei der Entwicklung von Windows 8.1 hat sich Microsoft die Kritik der Nutzer zu Herzen genommen und einige Änderungen zur Vorgängerversion durchgeführt, urteilt Daniel Schönleber, COMPAREX Senior Presales Consultant.

Es folgt die Einschätzung von Daniel Schönleber, COMPAREX Senior Presales Consultant: Der Trend geht ganz klar in Richtung Mobilität und das Arbeiten von unterwegs. Anwender nutzen in der Regel immer mehr Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen und möchten damit sowohl auf Daten des Unternehmens als auch auf ihre eigenen, privaten Informationen zugreifen können.

Daraus ergeben sich drei Anforderungen an ein Betriebssystem: Wichtig ist, dass alle Nutzerkonten auch in Zukunft einfach verwaltet werden können. Darüber hinaus muss es möglich sein, private Accounts von denjenigen der Firmen sauber zu trennen. Schließlich soll gewährleistet sein, dass Daten auch wieder gelöscht werden können, wenn ein Gerät einmal entsorgt wird. Microsoft hat darauf mit einigen Neuerungen und zusätzlichen Funktionen in 8.1 und dem Windows Server 2012 R2 reagiert, die für Unternehmen durchaus praktisch sind.

Dazu gehören etwa die Funktionen „Workplace Join“ und „Workplace Folders“. Mit Ersterem kann der Nutzer mit seiner E-Mail Adresse und einem Kennwort sein privates Gerät im Firmennetzwerk registrieren und dadurch auf Unternehmensdaten zugreifen – beispielsweise einen SharePoint Server. Die zweite Funktion verschlüsselt und synchronisiert Daten zwischen dem Endgerät und dem Unternehmensserver automatisch. Darüber hinaus lassen sich Firmendaten auf den Endgeräten nun erheblich einfacher identifizieren und von privaten Nutzerdaten unterscheiden. Auch dies ist für Unternehmen von besonderer Bedeutung: Verlässt ein Mitarbeiter den Betrieb, können kritische Daten ferngelöscht werden ohne die privaten Daten anzutasten.

Neuerungen im Bereich Mobile Device Management, wie der OMA (Open Mobile Alliance)-Device Management Agent, sorgen für eine problemlose Verwaltung von mobilen Endgeräten. Unterstützt die Management Software den OMA Standard, müssen nicht einmal Agenten auf dem System installiert werden.

Grundsätzlich hat Microsoft alle neuen Funktionen in Themen gebündelt. Diese umfassen die Bereiche BYOD, Mobility, Security und Modern UI (ehemals Metro). Im Bereich Mobility beispielsweise wird nun endlich Tethering unterstützt. Damit kann der Nutzer ein Windows 8.1 Tablet oder PC in einen Wi-Fi Hotspot umwandeln. Außerdem hat Microsoft die kabellose Display-Technology Miracast integriert. Dabei handelt es sich um den von der Wi-Fi Alliance definierten Standard. Bildschirminhalte wie Präsentationen lassen sich damit kabellos von Gerät A nach Gerät B übertragen. Dabei müssen die Geräte nicht vom gleichen Hersteller sein. Das Drucken über Wi-Fi umgeht zudem lästige Treiberinstallationen.

Im Bereich Modern UI wurde eine Konfigurationsoption hinzugefügt, die es erlaubt, direkt auf den Desktop zu booten. Apps können beliebig angepasst und verändert werden. Per xml-Datei kann die IT-Abteilung den Start-Screen beliebig vordefinieren, damit die wichtigsten Apps direkt für jeden Mitarbeiter verfügbar sind. Auch in Punkto Sicherheit bietet Windows 8.1 eine Reihe von Neuheiten. Verbesserungen gibt es bei VPN, das um eine Auto-triggered VPN Funktion ergänzt wird. Damit können VPN-Verbindungen in das Unternehmen automatisch initiiert werden – immer dann, wenn eine Anwendung oder Webseite, etwa das Intranet, dies benötigt. Zusätzlich wurde auch der Code für den biometrischen Fingerabdruck optimiert.

Windows 8.1 bietet eine Fülle neuer Funktionen. Dank uneingeschränktem Zugriff auf Informationen, intelligenten Security-Funktionen sowie fortschrittlichen Authentifizierungs- und Verschlüsselungsverfahren stellt Windows 8.1 eine sichere und einfach zu verwaltende Plattform dar – unabhängig vom Endgerät.
Neben „Direct Access“ und „Windows to Go“ hat Microsoft es geschafft, mit Windows 8.1 das Arbeiten mit portablen Endgeräten neu zu gestalten. Unternehmen haben nun die Möglichkeit, ihre Daten gezielt zu kontrollieren und zu verwalten. Dem Ziel, ein Betriebssystem für verschiedene Formfaktoren zur Verfügung zu stellen, ist Microsoft damit ein großes Stück näher gekommen.

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