Windows 8 landet auf klassischen Clients in Unternehmen

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16 Prozent der deutschen Unternehmen wollen binnen eines Jahres ihre Desktops hin zu Windows migrieren. Vor allem kleinere Firmen, die derzeit noch Windows XP verwenden, sind am Zug.

Mit großem „Tamtam“ wird Microsoft den Hoffnungsträger Windows 8 in den Markt katapultieren, meint Frank Schmeiler, Research Director der Experton Group. Ein Erfolg ist Pflicht- und Ehrensache. Das Risiko, einen umfassenden Erfolg auf allen Formfaktoren zu erzielen, ist jedoch groß. Bei der Einführung von Windows 8 handelt es sich wahrscheinlich um den gewaltigsten Schritt seit der Umstellung von Windows 3.x auf Windows 95. Seinerzeit wurde DOS zum Unterbau herabgesetzt, ein neues User Interface etabliert und zahlreiche neue Hardware (FAT32, USB) unterstützt. Aktuell erscheinen allerhand Neuerungen, die eine starke und umfassende Neuausrichtung des Client-OS auf eine neue Stufe nahelegen. Hierbei sind insbesondere die neue Benutzeroberfläche im Kachel-Stil, die Ausrichtung auf Touch-Bedienung sowie die Konfektionierung für Tablets (Pads) zu erwähnen. Windows 8 soll auf einer Vielzahl von unterschiedlichen Device-Konfigurationen lauffähig sein, unter anderem Desktops, Notebooks, Tablets.

Zwar konzentriert sich Microsoft bei der Einführung von Windows 8 stark auf den Privatanwender, allerdings bietet Windows 8 – auch in Verbindung mit Windows Server 2012 – für Unternehmen einige interessante Neuerungen.

In einer Analyse hat sich die Experton Group den Markt für Client-Betriebssysteme in Deutschland angesehen und u.a. Einsatzgrade der unterschiedlichen Client-Systeme erhoben und die Migrationspläne erfragt. Hierbei wurde auf Unternehmen mit mehr als 500 PCs fokussiert. Derzeit wird in den befragten Unternehmen noch immer überwiegend Windows XP als Client-OS eingesetzt. Zukünftig (also innerhalb der nächsten zwölf Monate) wird sich dieser Wert deutlich zugunsten Windows 7 reduzieren. Die Bedeutung von Windows XP wird in den kommenden zwölf Monaten somit auf eine marginale Größe sinken. Windows 7 wird dominieren, Windows 8 wird aufblühen.

So geben 16 Prozent der befragten Unternehmen an, in den kommenden 12 Monaten für den klassischen Client (PC, Notebook etc.) auf Windows 8 als primäres Client-OS umsteigen zu wollen. Diese Umsteiger stammen regelmäßig aus dem Segment der aktuellen Windows XP-Nutzer. Nur wenige Unternehmen planen den zeitnahen Umstieg von Windows 7 auf Windows 8.

Aktuell setzen 71 Prozent der befragten Unternehmen mit mehr als 2.500 PCs Windows XP noch als primäres Client-OS ein. In den kommenden zwölf Monaten wird sich dieser Einsatzgrad deutlich reduzieren, jedoch liegt auch der zukünftige Einsatzgrad, mit knapp 16 Prozent, noch deutlich über dem Einsatz in den kleineren und mittleren Unternehmen. Bedingt wird dieser hohe Einsatzgrad auch dadurch, dass aktuell viele Migrationsprojekte laufen, die Umstellung auf das neue OS jedoch noch nicht erfolgt ist. Unternehmen mit 500 bis 999 PCs haben aktuell die höchste Durchdringungsrate von Windows 7 auf dem Client: Über 55 Prozent setzen auf diese OS-Generation. Allerdings hat dieses Segment auch noch die höchsten Einsatzgrade von Windows Vista (knappe zehn Prozent). Dieser Einsatzgrad wird sich jedoch in den kommenden 12 Monaten um ca. 50 Prozent reduzieren.

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