Progress stellt sich neu auf

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Datenbank-Anbieter Progress trennt sich von zehn Produktlinien. Das Partnergeschäft soll dennoch ausgebaut werden.

Progress hat schon seit längerer Zeit mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen. Zuletzt gingen im ersten Quartal 2012 der Umsatz um sieben Prozent und der Nettogewinn um 64 Prozent zurück. Der neue CEO Jay Bhatt hat deshalb am 25. April einen harten Schnitt angekündigt. Zehn Produktlinien (Actional, Artix, DataXtend, FuseSource, ObjectStore, Orbacus, Orbix, Savvion, Shadow und Sonic) werden zur Disposition gestellt, zehn bis 15 Prozent der Mitarbeiter müssen gehen. Colleen Smith, Vice President of SaaS bei Progress Software, gibt zu, vor allem die Abkündigung von Sonic habe für einige Unruhe unter den Partnern gesorgt: „Wir werden sicherstellen, dass wir auch nach einem Verkauf noch als Reseller von Sonic auftreten können.“ Ansonsten stellt Smith lieber das Positive für die Partner in den Vordergrund. Der Anteil des indirekten Verkaufs am Umsatz soll von derzeit 50 Prozent auf 70 bis 80 Prozent steigen. Durch die Fokussierung auf weniger Produktlinien soll eine klarere Strategie vor allem gegenüber den Partnern gefahren werden: „Die zehn Produkte wurden ohnehin von uns vor allem direkt verkauft.“  Smith gibt zu, in der Vergangenheit habe Progress auf zu vielen Hochzeiten getanzt. Für die abgekündigten zehn Produkte gebe es bereits 150 Anfragen.

Jetzt soll in erster Linie die Anwendungsentwicklungsplattform OpenEdge im Fokus stehen und das Cloud Geschäft gestärkt werden. Das Partnerprogramm soll überarbeitet werden und das Investment in den Channel erweitert werden. Die Marketing Development Funds werden ausgebaut. Ein einheitliches Partnerportal wird am 4. Juni gestartet. Für neue Partner, auch in Deutschland, ist Progress offen.

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