Razzia bei Media-Saturn

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Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Bestechung gegen die Media-Saturn Gruppe aufgenommen und Durchsuchungen angeordnet.

Am Mittwoch wurden bundesweit 20 Büros und Privatwohnungen durchsucht, darunter auch in der Media-Saturn-Zentrale im bayerischen Ingolstadt, wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtet. Die Vorwürfe lauteten auf Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr sowie Beihilfe dazu. Die Staatsanwaltschaft Augsburg ermittelt laut SZ gegen sechs Beschuldigte, darunter drei Manager von Media-Saturn. Mit dem Fall befassten Kreisen zufolge soll es sich um fragwürdige Geschäfte mit Zulieferern und speziell mit Dienstleistern von Media-Saturn handeln. Womöglich habe es unsaubere Kick-Back-Geschäfte und dubiose Vergaben gegeben.

Nach Informationen der „Augsburger Allgemeinen“ (Donnerstagausgabe) wurden am Mittwoch neben der Zentrale der Media-Saturn-Holding in Ingolstadt bundesweit 19 Objekte, auch anderer Firmen, durchsucht. Eine Unternehmenssprecherin von Media-Saturn sagte der Zeitung, das Unternehmen habe die Ermittlungen initiiert und kooperiere vollständig.

Wie der “Donaukurier” berichtet, war die Durchsuchung bereits in vollem Gange, als die Mitarbeiter von Media Saturn am Mittwoch gegen acht Uhr die Firmenzentrale im Gewerbegebiet im Südosten Ingolstadts ansteuerten: Es standen fünf Mannschaftsbusse der Polizei und ein Zivilfahrzeug vor dem Gebäude.  Insgesamt waren bei den Razzien im gesamten Bundesgebiet drei Staatsanwälte und rund 160 Polizeibeamte im Einsatz, so der “Donaukurier”.

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