Microsoft stellt neue Management-Software vor

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Auf dem Systemmanagement Summit in Hanau hat Microsoft die Betaversionen seiner Angebote für das IT-Management vorgestellt. Die fertigen Produkte sollen in der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein.

Eine ganze Welle an neuen Management Produkten aus dem Hause Microsoft rollt auf die Anwender zu. Auf dem Systemmanagement Summit in Hanau präsentierten die Redmonder Beta-Versionen von System Center 2012 mit den Untergruppen Virtual Machine Manager, Configuration Manager, Orchestrator (früher Opalis 6.3), Service Manager, Data Protection Manager, Operations Manager, Advisor sowie die Sicherheitslösung Forefront Endpoint Protection. Aller sollen in der zweiten Jahreshälfte fertig werden, der Zeitpunkt steht noch nicht fest. Die Cloud-Management Lösung Intune ist seit einem Monat bereits verfügbar. Andrew Conway, Director Product Management bei Microsoft, berichtet, dass Intune derzeit auf großes Interesse stößt.

Andrew Conway, Director Product Management bei Microsoft

Insgesamt ist einfachere Bedienung und Administration ein wichtiges Feature bei der aktuellen System Management Software. Der Systems Center Operations Manager etwa kann Fehler identifizieren und gibt Informationen über die Anwendungen. Er schickt Reports an den Entwickler, ohne dass dieser Operations Manager Infrastruktur benötigt. Der System Center Orchestrator 2012 erhält eine neue Oberfläche und bietet die gesamte Infrastruktur auf einen Blick. Eine wichtige Nachricht hat Conway an die Cloud Entwickler: » Microsoft Workloads funktionieren am besten auf Hyper-V Clouds«. Dieser Kampfansage an VMware zum Trotz ist beim Virtual Machine Manager auch die Unterstützung für VMware ESX und Citrix Xen ausgebaut worden. Die Sichtbarkeit in die Cloud zu erhöhen und sie nicht zu einer Black Box werden zu lassen, sie das Ziel von Microsoft, so Conway.

Matthias Aschenbrenner, MS DC Specialist Presales bei HP, erklärt: »HP und Microsoft schaffen die Private Cloud mit Private Cloud Building Blocks und der HP Cloud Foundation für Hyper-V.« Die HP Cloud Foundation für Hyper-V besteht aus einer Cloud-Blade-System-matrix und Cloud Service Automation plus skalierbare und multimandanten fähige Storage. Die Security auf dem Netzwerk (Tipping Point) kann Risiken abfangen, bevor sie an die Server gelangen. HP wird darüber hinaus zum Azure Provider und bietet eine komplette Stack Integration.

Armin Haupt, Technical Solution Professional Datacenter bei Microsoft, stellte den Windows Server 2008 R2 als Basis für die Cloud vor. Er ermöglicht Infrastructure as a Service. Dafür dient in erster Linie Hyper-V. Dieses ist integraler Bestandteil des Windows Server 2008 R2 und kann als Rolle aktiviert werden. Hyper-V erfordert Hardware mit Virtualisierungs-Unterstützung und bietet eine HV-basierte Architektur, flexibel und automatisch.
Für Unternehmen, die die Investition in den kompletten Windows Server scheuen, gibt es Hyper-V auch als kostenlosen Stand-Alone Server. Er kann nicht nur Windows, sondern kann auch Linux laufen lassen. Suse und Red Hat werden voll unterstützt, auch andere Linux-Varianten laufen, aber nur mit Community Support. Unter Linux benötigt Hyper-V keine Windows-Lizenz und kann als Plattform für gemischte Umgebung dienen, alle High Availability-Features sind vorhanden.