Red Hat baut Partnernetzwerk aus

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Open Source Spezialist Red Hat hat eine Reihe von Initiativen ergriffen, um das Öko-System zu stärken. So wird etwa für JBoss ein Zertifizierungsprogramm eingeführt.

Red Hat stärkt sein Partnernetzwerk. Dafür gibt es eine Reihe unterschiedlicher Initiativen: Zunächst wurde das Kernprodukt Red Hat Enterprise Linux 6.1 als Release Candidate an Partner ausgeliefert. Hardware- und Softwarepartner von Red Hat können ab sofort mit der Version 6.1 ihre Treiber und Softwarefeatures einem letzten Test unterziehen. Red Hat Enterprise Linux ist eines der wenigen Betriebssysteme, das Server, Speichersysteme und Netzwerkkomponenten unterstützt. Das erste Update der neuesten Version von Red Hat Enterprise Linux soll in wenigen Wochen allgemein verfügbar sein.

Als Zweites gibt es ab sofort ein neues JBoss Certified Developer Program (JBCD). Die Zertifizierung bestätigt den Teilnehmern nach bestandener Prüfung besondere Kenntnisse und Erfahrungen beim Einsatz JBoss-spezifischer Technologien und Entwicklungsstandards. Zentraler Bestandteil der Prüfungen sind umfangreiche, praktische Übungen, die erfolgreich absolviert werden müssen. Als erstes Zertifikat bietet Red Hat »JBoss Certified Developer in Persistence« (JBCD-Persistence) an. Zertifikatsinhaber weisen damit praktische Erfahrungen beim Einsatz der Java Persistence API (JPA) mit Hibernate nach, einem Open-Source- und Objekt-Relationalen-Java-Framework. JBCD ist das einzige leistungsbezogene Zertifizierungsprogramm für Java-Entwickler. Im Rahmen der Prüfungen müssen die Kandidaten in einer vorgegebenen Zeit Programmcode erstellen und neuen Vorgaben entsprechend ändern. Ab sofort können die Prüfungen zur Erlangung des Zertifikats JBCD-Persistence in Europa absolviert werden.

Die dritte Initiative ist OpenShift, eine Platform-as-a-Service (PaaS) für Programmierer, die mit Open Source entwickeln. OpenShift baut auf JBoss auf und bietet Funktionen wie CDI (Context and Dependency Injection). Außerdem wird zukünftig Java EE 6 unterstützt, wodurch die PaaS-Fähigkeiten auch für aufwändigere und anspruchsvollere Anwendungen genügen. Eine weitere Neuheit ist CloudForms eine Lösung zur Erstellung und Verwaltung von Infrastructure-as-a-Service (IaaS) in Private und Hybrid Clouds vor. CloudForms enthält Application-Lifecycle-Management-Funktionen und bietet die Möglichkeit, integrierte Cloud-Lösungen aus einem breiten Spektrum von Ressourcen – über physische, virtuelle und Cloud-Computing-Ressourcen hinweg – zu erstellen. Ebenfalls eine Neuheit ist der JBoss Enterprise Data Grid 6, ein Cloud-fähiger, skalierbarer und verteilter Datencache, der die Belastung von Datenbankservern verringert, Antwortzeiten von Anwendungen senkt und eine höhere Ausfallsicherheit bietet.

Auch mit großen Hersteller-Partnern wie IBM, BMC, HP und Amazon baut Red Hat die Zusammenarbeit aus. Red Hat und IBM arbeiten gemeinsam an Produkten und Lösungen, die auf KVM (Kernel-based Virtual Machine) fußen. Mit HP zusammen wird die »Red Hat Cloud, HP Edition« angekündigt. Sie kombiniert Red Hats Cloud-Lösungen mit HP CloudSystem, HP Cloud Maps und Technologiediensten, die es Unternehmen ermöglichen, Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Clouds aufzubauen. BMC Software und Red Hat wollen gemeinsam eine umfassende Cloud-Architektur bieten, die die BMC-Cloud-Lifecycle-Management-Lösung beinhalten, die wiederum auf Red Hat Enterprise Linux und Red Hat Enterprise Virtualization Manager läuft. Darüber hinaus wollen beide Unternehmen an Integrationen arbeiten, zu denen auch die kürzlich angekündigte, auf der Deltacloud-API basierende Red Hat CloudForms gehört. Auf Amazon Web Services (AWS) können Kunden nicht nur ihre vorhandenen Lizenzen mit AWS nutzen, sondern Red Hat Enterprise Linux über Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) erwerben, den on-demand Pay-as-you-Go-Dienst von AWS. Das neue Angebot steht in den kommenden Wochen weltweit in allen AWS-Regionen zur Verfügung.