Microsoft bringt SP 1 für Office für Mac 2011

News

Microsoft hat das Service Pack 1 (SP1) für Office für Mac 2011 vorgestellt. Sicherheit, Stabilität und Performance sind verbessert, aber es gibt keine Unterstützung mehr für MobileMe und eine iPad-Version wird es nicht geben.

Die Macintosh Business Unit von Microsoft bringt mit dem Service Pack 1 (SP1) für Office für Mac 2011 funktionale Verbesserungen vor allem für Outlook. Outlook wurde erst mit der Version 2011 für den Mac eingeführt und ist eine völlig neu programmierte Software, die nichts mit der Windows-Version gemein hat. Outlook ist ausschließlich in Office für Mac 2011 Home & Business enthalten, nicht im kleinen Bruder Home & Student. Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Varianten ist es, dass in der Home & Business Support für ein Jahr enthalten ist, in der Home & Student nur für 90 Tage. »Home & Student ist nach wie vor die weitaus populärere Variante und der größte Teil der Kunden sind Privatleute«, berichtet Markus Maschik, Produktmanager bei Microsoft Deutschland.

Markus Maschik, Produktmanager bei Microsoft Deutschland

Aber auch die Unternehmensanbindung, vor allem für Microsoft Sharepoint ist mit dem SP1 verbessert worden. »Jetzt sind viele Funktionen integriert, für die zuvor ein eigenes Tool erforderlich war«, so Maschik.  SP1 optimiert zudem die Kalendersynchronisation zwischen Outlook und der Mac Peripherie. So können der Outlook Kalender sowie Kontakte, Notizen und Aufgaben ab sofort mit allen Apple-Geräten synchronisiert werden, die Mac OS Sync Services unterstützen – dazu gehören auch die iPhone- und iPad-Modelle. Außerdem neu ist die Outlook-Unterstützung von Exchange basierten Server Regeln, ein Umleitungs-Button, dank dem Antworten auf weitergeleitete Nachrichten direkt an den ursprünglichen Sender geschickt werden, ein Senden-Wiederholen Button zum nochmaligen Versenden von E-Mails und die Integration von Solver in Excel.

Microsoft hat mit Office für Mac eine marktbeherrschende Stellung. Laut einer etwas älteren Studie ist auf 75 Prozent aller Apple-Rechner die Microsoft-Software vorhanden. »Wir sind in den letzten Jahren bestimmt nicht schwächer geworden«, schätzt Maschik und lobt ausdrücklich die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Fachhandel: »Viele Reseller wie etwa Gravis bieten kostengünstige Bundles an.« Die Händler werden über die Distributoren Ingram Micro, Tech Data, Actebis und Comline beliefert.

Daher ist es schade, dass Microsoft dem Beispiel von Apple nicht folgen wird und die einzelnen Komponenten von Office nicht als Apps für das iPad bereitstellen wird. Einen solchen Schritt hatte das Microsoft Management vor einem Jahr angedacht, aber für die absehbare Zukunft schließt Maschik dies nun aus. Interessenten, die mit ihrem iPad arbeiten wollen, legt er die kostenlosen Office WebApps oder das aktuell in der Beta-Phase befindliche Office 365 ans Herz.

Ein weiteres Manko ist es, dass Microsoft die Unterstützung für Apple MobileMe einstellt. Apple hat kürzlich angekündigt, dass der MobileMe Service ab dem 5. Mai 2011 (oder ab sofort beim Wechsel zur neusten Programmversion) nicht mehr mit den Sync Services synchronisiert werden kann. Die Folge dieser Limitierung ist, dass mittels SP1 Outlook 2011 zwar mit Sync Services, aber nicht mit MobileMe Kalenderdaten synchronisiert. Wenn also die Sychronisation des iPhones oder iPads mit Sync Services (oder alternativ über iTunes) erfolgt, werden die Kalendereinträge automatisch mit dem aktualisierten Outlook 2011 abgeglichen. Wird jedoch MobileMe zur Synchronisation eines Apple-Produkts genutzt, kann mit dem Outlook-Update kein Datenaustausch erfolgen, da MobileMe nicht mehr mit Sync Services kompatibel ist. »Die Entscheidung von Apple hat uns überrascht und die technische Änderung konnte in unserem Update nicht mehr berücksichtigt werden. Wir hoffen, dass nur wenige Nutzer davon betroffen sind«, berichtet Maschik. Für die Zukunft stellt Maschik in Aussicht, dass die Geschäftskundenfunktionen und insbesondere Outlook weiter ausgebaut werden: »Outlook für Windows gibt es seit 15 Jahren und wir fangen jetzt erst an.«