Gehälter in der IT-Branche steigen nur langsam

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Obwohl die Wirtschaft wieder boomt und die Arbeitgeber den Fachkräftemangel beschwören, wirkt sich dies im Geldbeutel der in der ITK-Branche Beschäftigten nur gering aus.

Die meisten ITK-Unternehmen haben die Krise hinter sich gelassen und sie verdienen wieder prächtig. Die Neigung, die Angestellten an diesem Erfolg partizipieren zu lassen, scheint aber nicht besonders ausgeprägt. Laut einer Studie der IG Metall haben die Gehälter im Jahr 2010 gerade einmal um 1,5 Prozent zugelegt. Auffällig ist dabei, dass insbesondere in den Berufen, für die Branchenvertreter einen dramatischen Fachkräftemangel vorhersagen, die Entgelte am wenigsten zulegten. So zogen die Gehälter in den administrativen Bereichen (Sachbearbeiter, Controller, Berater, Vertriebsexperten) teilweise bis zu zehn Prozent an, während die Einkommen von Service Technikern und Software Ingenieuren durchschnittlich nur zwischen 0,1 und maximal zwei Prozent stiegen.Einige Beispiele: Berater verdienten im Schnitt im Jahr 2009 53.107 Euro und im Jahr 2010 54.519 Euro. Bei Service Technikern lag das Durchschnittsgehalt 2009 bei 39.322 Euro und 2010 bei 39.831 Euro.

Schlimm sieht es auch bei der IT-Ausbildung aus:  Während die Zahl der männlichen Auszubildenden um 1,1 Prozent zurückging, lag der Vergleichswert für weibliche Azubis bei 3,9 Prozent Rückgang. Und sehr frauenfreundlich präsentiert sich die ITK-Branche auch nicht: Die Frauenquote fiel 2010 auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren.