Prioritäten setzen im Rechenzentrum

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Software für Event Correlation & Analyse (ECA) wird benötigt, um der Flut von Ereignissen, die in Rechenzentren anfallen, Herr zu werden. Die Nachfrage nach solchen Lösungen wächst nicht nur bei Großunternehmen.

HP, IBM, BMC, Microsoft und CA haben die Analysten von Gartner in ihrem »Magic Quadrant for IT Event Correlation and Analysis (ECA)« als Marktführer in Segment der komplexen Rechenzentrumsanalyse identifiziert. Entscheider sollten sich schon im Vorfeld der Anschaffung solcher Software klarmachen, wie die Lösung in ihre Arbeitsabläufe hineinpasst. Es geht dabei in diesem Teilbereich des Systems Management in erster Linie um Priorisierung, also wichtige von unwichtigen Ereignissen zu unterscheiden und sie entsprechend abzuarbeiten. Im Jahr 2010 haben es viele Hersteller geschafft, Funktionen hinzuzufügen, die es erlauben, Ereignisse in ihrer direkten Auswirkungen auf laufende Geschäftsprozesse zu behandeln.
Unter den fünf Herstellern, die von Gartner im Leaders Quadrant platziert wurden, bietet BMC einen innovativen Zugang zur Überwachung der Rechenzentren mit vorhersagender Analyse der Hauptproblemquellen und Entdeckung von Anomalien. Schwächen zeigt der Hersteller beim Netzwerkmanagement und den begrenzten Personalressourcen für Services und Support.
CA Technologies bietet starke »Out of the Box« Fähigkeiten an und investiert stark in sein ECA-Tool. Es gibt aber das Potenzial zu Konflikten im Channel, da CA zwei unterschiedliche Produkte (Spectrum und Nimsoft) anbietet und sich bei Verkaufsaktivitäten selber ins Gehege kommen kann.
HP meistert die Herausforderungen, die sich bei der Virtualisierung ergeben, sehr gut und hat mit einem »Starter Pack« auch ein Angebot für KMUs im Programm. Allerdings erfordert dieses »Starter Pack« einen Aufwand an Ressourcen (Geld und Zeit), den mittelständische Unternehmen eher nicht leisten können.
IBM Tivoli bietet die breiteste Abdeckung an Funktionen und einen hohen Grad an Automation. Aber die Vielzahl der Firmenkäufe, die IBM in diesem Umfeld getätigt hat, bedeuten auch viele verschiedene Produktreihen und Architekturen, die für den Verkauf eine Herausforderung darstellt.           
Microsoft hat mit dem System Center Operations Manager 2007 R2 die größte installierte Basis unter den ECA-Anbieter und ein zuverlässiges, robustes Produkt. Gartner kritisiert aber, dass sich Microsoft stark auf seine Partner verlässt, um Lücken in der Funktionalität abzudecken.