Server-Markt in EMEA wächst um 6,4 Prozent

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X86-Server konsolidieren ihre Position als dominante Technologie in Europa. Dagegen müssen Unix-Server zurückstecken.

Wenige Tage nach den Analysten von Gartner haben nun auch die Marktforscher von IDC ihre Übersicht über den europäischen Server-Markt abgegeben. Laut IDC betrug das Umsatzvolumen in EMEA im dritten Quartal 2010 3,1 Milliarden Dollar (plus 6,4 Prozent). Die Anzahl der verkauften Server stieg um 10,2 Prozent auf 550.000 Stück. Davon entfielen allein 523.000 Stück auf x86-Server, was einem Umsatzwachstum um 26,5 Prozent in diesem Segment auf 2,2 Milliarden Dollar entspricht. Das zeigt laut IDC, dass Unternehmen immer mehr missionskritische Workloads auf die x86-Geräte verlagern.

Dagegen sind nicht-x86-Server deutlich weniger gefragt. Der Umsatz ging hier um 22,5 Prozent auf 939,3 Millionen Dollar zurück. In diesem Segment ist der Umsatz zum ersten Mal seit 1996 unter die Milliarden-Grenze gefallen. Vor allem RISC-Server sind mit einem Minus von 29,3 Prozent stark betroffen. Davon wiederum wurde Oracle/Sun als Hauptanbieter dieser Systeme nach unten gedrückt, während IBM seine Verluste im Top-Segment durch erfolgreiche Verkäufe von x86-Systemen wenigstens teilweise ausgleichen konnte. Auf der Überholspur ist HP und in noch größerem Maße Dell.

Die Marktanteilsveränderungen in EMEA sehen laut IDC so aus:

1. HP 43,7 Prozent (plus 3,3 Prozent) 

2. IBM 28,0 Prozent (minus 2,6 Prozent)

3. Dell 11,5 Prozent (plus 2,0 Prozent)

4. Oracle/Sun 6,0 Prozent (minus 2,1 Prozent)

5. Fujitsu 5,8 Prozent (minus 0,4 Prozent)

Sonstige Anbieter 4,9 Prozent (minus 0,3 Prozent)