Tech Data mit Rekordergebnis

News

Der amerikanische Broadliner Tech Data hat im dritten Quartal 2010 den Umsatz um 9,2 Prozent ausbauen können. Auch unter dem Strich sieht es besser aus.

Tech Data hat im dritten Quartal einen Gesamtumsatz von 6,163 Milliarden Dollar erzielt (Vorjahr 5,642 Milliarden Dollar). Der Nettogewinn betrug 50,5 Millionen Dollar (Vorjahr 43,1 Millionen Dollar). In Europa erzielte der Broadliner 56 Prozent seines Umsatzes. Die Margensituation in Europa ist etwas schlechter als in den USA, aber Tech Data hofft, eine Marge von etwa ein Prozent jährlich auch in Europa zu erreichen (1,5 Prozent in den USA). 
Am 1. Oktober hat Tech Data Triade gekauft, ein Portfolio verschiedener Distributoren in den Niederlanden, Dänemark und Norwegen.

Tech Data profitiert von der Partnerschaft mit HP, das ebenfalls ein sehr gutes Quartalsergebnis vorgelegt hat. Laut Tech Data CEO Bob Dutkowsky ist HP der einzige Hersteller, der einen Anteil von über zehn Prozent am Tech Data Geschäft ausmacht. Die Verkäufe von HP-Geräten zeichnen derzeit für 28 Prozent des Tech Data-Umsatzes verantwortlich. Seit einem dreiviertel Jahr verkauft Tech Data auch Dell-Produkte. Dutkowsky wollte sich aber nicht dazu äußern, wie gut das Dell-Geschäft derzeit läuft. 

Im Einzelnen verkauft Tech Data zu 40 Prozent Peripherie-Produkte, Systeme 30 Prozent, Netzwerke 15 Prozent und Software 15 Prozent. In Deutschland führt die Tech Data Tochtergesellschaft Brightstar seit kurzem auch Nokia-Produkte im Portfolio. Der Distributor berichtet von großem Interesse an Windows 7, erwartet aber erst im nächsten Jahr ein bedeutendes Geschäft damit.

Eine neue Initiative ist der erst im November gestartete Open Tech, der einen Channel für Open Source Produkte eröffnen soll, damit Open Source Independent Software Vendors (ISVs) Reseller erreichen können. Für die Zukunft erwartet der Broadliner steigende Nachfrage. Laut Dutkowsky sieht sich Tech Data gut aufgestellt, um davon zu profitieren.