EMC Information Intelligence Group will partnerzentrischer werden

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Die für Dokumenten-Management zuständige Information Intelligence Group vom EMC mit dem Flaggschiff Documentum will den Umsatzanteil der Partner erhöhen. Vor allem die neue Plattform xCP und die Archivierungs-Lösung Source One garantieren leichte Implementierung und damit einfacheres Geschäft für die Reseller.

Seit Anfang des Jahres agiert die für Archivierungs-Lösungen und Dokumenten-Management zuständige Abteilung von EMC unter dem Namen Information Intelligence Group (IIG).  Einige neue partnerfreundliche Lösungen sollen für zusätzlichen Schwung sorgen, wie der Hersteller auf der Kunden-und Partnerveranstaltung Momentum in Lissabon angekündigt hat.

Da ist zunächst Documentum xCP, eine Plattform für intelligentes Fall-Management, die Business-Process-Management- (BPM), Enterprise-Content-Management- (ECM), Dokumenten- (DMS) und Datenerfassungs-, Kundenkommunikations- und Records-Management-Technologien in einer Lösung vereint. Sie besteht aus xCelerators, wiederverwendbaren Bestandteile für die schnelle und einfache Entwicklung von Anwendungen für diese Plattform. Entwicklungszeiten können mit ihrer Hilfe deutlich verkürzt und die Flexibilität für die Bereitstellung von Anwendungen erhöht werden.

EMC seine xCP xCelerator Challenge ausgerufen. Bei diesem Wettbewerb können Partner selbst entwickelte xCelerator-Bausteine zur Erstellung und Konfiguration einer auf Documentum xCP-basierten Applikation einreichen. EMC stellt für die Gewinner des Wettbewerbs ein Preisgeld in der Höhe von insgesamt 50.000 US-Dollar zur Verfügung. Der Preis wird in drei Kategorien vergeben: Erstens Bestes Applikationsbeispiel (dotiert mit 20.000 US-Dollar), zweitens Bester xCelerator-Baustein (dotiert mit 10.000 US-Dollar) und drittens Beste Mitarbeiter-Einreichung (dotiert mit 10.000 US-Dollar).
xCP ist nicht aufwendig zu implementieren und insbesondere für Behörden in ganz Europa geeignet.

Das zweite große Thema ist die Verknüpfung von IIG-Produkten mit Microsoft Sharepoint: Fünf verschiedene EMC Sharepoint-Integrations-Produkte sind jetzt vorgestellt worden und weitere sollen folgen. »Sharepoint ist gut für Ad-hoc Kollaboration, aber EMC bietet Mehrwert durch skalierbares Repository, BPM, Workflow und fortgeschrittenes DMS«, erklärt Rick Devenuti, neuer President der EMC Information Intelligence Group.

Die Marktchancen sind jedenfalls groß, wie die IDC Analystin Laura Dubois berichtet: »72 Prozent der Unternehmen haben Sharepoint im Einsatz mit hunderten oder tausenden Sites, es gibt ein virales Wachstum. 50 Prozent wollen nun eine Sharepoint Archivierung einführen.« Besonders interessant für Händler ist das neue Produkt SourceOne für Sharepoint, das es erlaubt, ähnlich wie bei einem E-Mail-Archiv die Infrastruktur zu entlasten. Das Produkt reduziert inaktiven Content und Sites, verbessert Skalierbarkeit und Leistung und senkt damit die Betriebskosten. Es erzwingt   Aufbewahrungsrichtlinien und sichert damit gegen die Verletzung von Vorschriften. »Das Source One Geschäft läuft hauptsächlich über Partner und wir wollen unser Geschäft mit den Resellern weiter ausbauen und vertiefen«, berichtet Whitney Tidmarsh, Marketing Chefin von EMC. Dass Source One sehr gut läuft, bestätigt auch Martin Segatz, Sales Director des Systemhauses FME: »Wir haben große Hoffnungen für die Sharepoint-Version.«

Was die Reise zur Private Cloud angeht, die das große Thema von EMC insgesamt ist, ist die IIG ein gewisser Nachzügler, aber immerhin hat die Gruppe jetzt als erster DMS-Anbieter jetzt eine Cloud-Zertifizierung von VMware erhalten.