eCommerce trotzt der Wirtschaftskrise

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Das Marktforschungsinstitut eResult hat den aktuellen Stellenwert von eCommerce untersucht. Nahezu 40 Prozent aller Unternehmen planen trotz (oder gerade wegen?) der Wirtschaftskrise im laufenden bzw. kommenden Jahr Investitionen in den elektronischen Handelsverkehr.

Im Rahmen der von dem Softwareanbieter Atrada in Auftrag gegebenen Umfrage wurden insgesamt 250 Unternehmen – davon rund drei Viertel aus dem Handel, circa ein Viertel Hersteller mit Direktvertrieb – zur Bedeutung des eCommerce für die eigene Geschäftspolitik, zu Erwartungen an eCommerce Lösungen sowie zu künftigen Investitionsabsichten in diesem Bereich befragt. Unabhängig von der Unternehmensgröße war sich die Mehrheit der Interviewten (61,6 %) einig, dass eCommerce strategischer Kernbestandteil des eigenen Geschäfts ist. Die Erwartungen an den Online-Kanal werden dabei vor allem von der Absicht angeführt, neue Marktanteile – insbesondere Neukunden – zu gewinnen (72,1 %). Außerdem möchten rund die Hälfte der Unternehmen mittels eCommerce ihre Kosten senken (45,6 %), gefolgt von den weiteren Zielen, Stammkäufer zu generieren sowie die Kundenansprache flexibler zu gestalten.

eCommerce wächst in den meisten Unternehmen kontinuierlich an. Dem stimmen immerhin rund zwei Drittel zu und gehen optimistisch in die Zukunft.

Hauptgrund hierfür sind unter anderem bereits beträchtliche Umsatzanteile am Gesamtgeschäft. So bestätigte ein Fünftel der Entscheider insgesamt zwischen 26 bis 50 Prozent der Umsätze im eCommerce zu generieren. Bei einem weiteren Fünftel trägt eCommerce sogar schon mehr als die Hälfte zum Gesamtumsatz bei.

Mit der positiven Wachstumsprognose gehen in den Unternehmen zugleich auch Entscheidungen über Neuerschließungen bzw. Optimierungen bestehender eCommerce Lösungen einher. Um künftigen Anforderungen in hohem Maße gerecht zu werden, investieren nahezu 80 Prozent in Folgemaßnahmen während sich 20 Prozent erstmals im eCommerce engagieren wollen.

Gemäß der eResult Befragung planen 41,6 Prozent der Befragten noch für 2009 bzw. 2010 Investitionen in eCommerce Lösungen. Dagegen stellen 17,6 Prozent ihre Vorhaben – vor allem aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage – zurück. Überraschenderweise sehen noch immer ganze 40,8 Prozent der befragten Unternehmen keinerlei eCommerce Investitionsbedarf.

Mit den Investitionen in den Online-Kanal sollen in erster Linie bestehende Infrastrukturen erweitert bzw. optimiert (61,5%) sowie speziell der Multi-Channel-Vertrieb ergänzt werden (29,7%). Knapp ein Viertel der Entscheider gibt sogar an, gerade wegen der Wirtschaftkrise auf die Erweiterung bisheriger Absatzkanäle via eCommerce zu setzen.

Im Detail betreffen die geplanten Maßnahmen verschiedenste Bereiche des eCommerce: Von der Shop-Weiterentwicklung (45,3%) und neuer Shop-Technologie (32,4%) über die Integration von Kundenservice-Lösungen (29,7%) sowie Online-Bezahlsystemen (25,7%) bis hin zur Optimierung von Online-Marketingaktivitäten (24,3%) und der Integration von Warenwirtschaftssystemen (20,3%) oder CRM-Lösungen (19,6%).

»Die eResult Befragung verdeutlicht nicht nur die anhaltende und sogar wachsende Bedeutung von eCommerce in Unternehmen. Vielmehr zeigt sie auch, dass viele derzeit eingesetzte Shopsysteme mit steigenden Anforderungen an ihre Grenzen kommen und nachgerüstet werden müssen«, resümiert Konstantin Waldau, CEO der Atrada AG. »Hierbei kommt Unternehmen so genannter ’Managed eCommerce’ auf breiter Ebene zugute. Dieser umfasst das komplette Outsourcing entsprechender Infrastrukturen und Geschäftsprozesse und enthält auch selektive Services wie die Bereitstellung von Serverleistung, Speicherplatz oder Shared Hosting. Solche gemanagten Lösungen belasten die unternehmensinterne IT nicht und werden ständig weiterentwickelt. Somit müssen Unternehmen Online-Handelsplattformen nicht ständig nachrüsten und können sich verstärkt ihrem Kerngeschäft widmen.«