E&K DATA AG wird E&K DATA GmbH

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Die Speer DATA GmbH hat zum 2. Januar 2009 alle wichtigen betrieblichen
Einheiten der insolventen E&K DATA AG aus Viersen übernommen.

Somit sei nach weniger als vier Monaten eine stabile Basis für die Weiterführung der operativen Geschäftsbereiche der E&K DATA AG gefunden worden, heißt es dazu aus Viersen. Das neue Unternehmen wird unter »E&K DATA GmbH« firmieren. Der Investor Speer DATA wolle sein Know-how und Produktportfolio in die neue Gesellschaft einbringen. Dabei handelt es sich um Lösungen für CD/DVD-Duplikation und -Publishing von Herstellern wie Microboards, Primera und Teac.

Alle Aktivitäten werden ab sofort an einem Standort gebündelt. Neuer
Firmensitz ist das Logistikzentrum in Viersen, dass man bereits 1999 errichtet hat. Das bisherige Verwaltungsgebäude wird geschlossen. Das neue Unternehmen wird 20 feste Mitarbeiter beschäftigen. Zuletzt waren bei der E&K DATA AG 35 Mitarbeiter tätig. Alle wichtigen operativen Geschäftsbereiche stehen weiter zur Verfügung: Verkauf, Service, Logistik und Projektmanagement. Geschäftsführer der GmbH sind Thomas Everschor und Peter Stelter. Zum erweiterten Kreis der Geschäftsleitung zählen Frank Reichert und Robert von der Ruhr.

Das neue Unternehmenskonzept werde von namhaften Herstellern gestützt, erklärt Geschäftsführer Peter Stelter. Dazu gehören etwa Freecom, Fuji, Iomega, LG Electronics, Sony Optiarc und Teac. Auch werde die neue GmbH den Service für die Kunden aufrecht erhalten, so Stelter: »Das heißt, wir lassen den Fachhandel nicht im Stich. E&K will zukünftig als Spezialdistributor für Speicherlösungen mehr in die Tiefe gehen.« Das bedeutet allerdings auch: »Wir werden nicht mehr jeden Artikel auf Kundenwunsch in unser Angebot aufnehmen, wo nicht hundertprozentig der Service ausreichend gesichert ist. Jetzt heißt unser Motto: Weniger ist mehr.«

Das 1992 gegründete Unternehmen E&K DATA mit rund 40 Millionen Euro Jahresumsatz hatte am 4. September 2008 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Die anhaltende Kaufzurückhaltung in der Unterhaltungselektronik und der Informationstechnologie sowie der Verfall der Gewinnspannen hatten
das Unternehmen schwer belastet, so die damalige Argumentation.

Am 5. September 2008 stellte Insolvenzverwalte Markus Kier jedoch nach einer ersten Analyse fest: »Der Auftragsbestand bei E&K DATA ist hinreichend, um den Geschäftsbetrieb im vorläufigen Insolvenzverfahren mit allen Mitarbeitern unverändert fortzuführen.«

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