Vierter »World Usability Day« am 13. November

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Am weltweiten Aktionstag für mehr Benutzerfreundlichkeit von technischen Produkten wird in 14 deutschen Städten unter anderem die ökonomische Bedeutung von Usability thematisiert.

»Der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens hängt immer mehr davon ab, wie nutzerfreundlich die hergestellten Produkte sind«, erklärt Prof. Dr. Marc Hassenzahl, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der deutschen Usability-Experten, German UPA, im Vorfeld des vierten »World Usability Day«. Der weltweite Aktionstag für mehr Gebrauchstauglichkeit (»Usability«) technischer Alltagsprodukte findet am 13. November in zahlreichen Ländern rund um den Globus statt. Auch in Deutschland stehen unter dem Motto »Making Life Easy« Dutzende von Informations- und Aufklärungsveranstaltungen auf dem Programm.

»Im Gegensatz zu früher reagieren Verbraucher heutzutage sehr viel sensibler, wenn sie mit einem technischen Gerät nicht klarkommen oder wenn sie sich auf der Website eines Online-Shops nicht zurechtfinden«, erläutert Hassenzahl und fügt hinzu: »Wenn Nutzer Schwierigkeiten im Umgang mit technischen Gerätschaften haben, sind sie immer weniger bereit, die Ursache dafür bei sich selbst zu suchen – und damit haben sie in den allermeisten Fällen leider Recht!« Ein Unternehmen, das einen Kunden ein Mal durch die schlechte Bedienbarkeit eines Produkts verärgert habe, könne heute weniger denn je erwarten, dass dieser Kunde erneut ein Erzeugnis dieses Herstellers kaufen werde. »Insofern schaden sich die Unternehmen selbst«, so Prof. Hassenzahl weiter, »wenn sie bei der Entwicklung neuer Geräte, beim Programmieren einer neuen Software oder bei der Gestaltung einer neuen Website die Perspektive der Nutzer außer Acht lassen.«

Um die Bedeutung der Benutzerfreundlichkeit von technischen Geräten für die Wirtschaft, aber auch für das alltägliche Leben der Menschen, geht es beim weltweiten Aktionstag. Organisiert wird der »World Usability Day« vom internationalen Expertenverband Usability Professionals’ Association (UPA). Usability-Spezialisten aus mehr als 40 Ländern nehmen aktiv an diesem Event teil. In Deutschland ist die German UPA der Initiator. So wird es in 14 deutschen Städten – Aachen, Berlin, Bonn, Chemnitz, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Kassel, Magdeburg, München, Stuttgart, Weimar und Wiesbaden – am 13. November Vorträge, Podiumsdiskussionen, Gesprächsrunden und Vorführungen zum Thema Usability geben.

Ein Blick auf die geplanten Inhalte zeigt die Vielfalt des Themas: In Berlin wird das Thema »Usability im Web 2.0« behandelt – hierzu hält der renommierte Experte Aaron Day die Keynote. Um die »Usability am Büroarbeitsplatz« geht es unter anderem in Wiesbaden. In München wird der Frage nachgegangen, ob geschlechtsspezifisch unterschiedliche Interfaces für Frauen und Männer notwendig sind. Außerdem wird sich mit »Transport und Verkehr« auseinandergesetzt. Über die Zukunft des Warenmanagements geht es beim Bonner Event, die Stuttgarter Veranstalter zeigen in zahlreichen Vorträgen, wie durch benutzbare Technik der Alltag leichter gemacht wird. In Hannover wird unter anderem thematisiert, ob es benutzerfreundliche Tabellen überhaupt geben kann und in Hamburg spricht der Medienforscher Martin Fisch über »Methodenübergreifendes User Experience Testing auf zdf.de«.