Maxdata wird Quanmax

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Teile des insolventen deutschen Anbieters werden von drei verschiedenen Investoren übernommen. Die Fertigung in Deutschland wird jedoch eingestellt.

Neues aus Marl: Wie der Insolvenzverwalter nun mitteilt, scheint die Rettung des in die Knie gegangenen Herstellers und Distributors Maxdata so gut wie besiegelt. Zwei von drei Investoren hätten bereits unterschrieben, darunter auch der taiwanische Notebook-Hersteller Quanta, der zwischenzeitlich abgesprungen war.

Die neue Konstruktion sieht demnach so aus: Ein Joint Venture namens Quanmax, bestehend aus dem Unternehmen Quanta und der deutschen Kontron AG übernimmt die Marke Maxdata (PCs und Server). Neben Chiligreen (aus den Restbeständen der Lintec) und Gericom wird dies somit die dritte Handelsmarke des taiwanischen Konzerns in Europa. Der Vetrieb von Notebooks und Monitoren der Marke Belinea wird an die Brunen IT Distributions GmbH weitergereicht, die bislang über ihren Onlineshop direkt an Endkunden verkauft, jedoch, wie es heißt, für Belinea eigens ein Fachhändlernetz aufbauen will.

Für die firmeneigene Fertigung von PCs und Servern bei Maxdata konnte sich indes kein Investor erwärmen, sie wird definitiv aufgegeben. In der Schwebe befinden sich außerdem noch das Schicksal der Servicesparte (SLP Solutions) und der Tochtergesellschaften von Maxdata in Benelux und der Schweiz.

Aus dem großen Max der deutschen IT-Szene werden damit, wenn alles gut geht, nun also drei Mäxchen. Für die Menschen in Marl ist das nur ein schwacher Trost: Von den einst 500 Mitarbeitern sind derzeit noch 120 übrig geblieben, auf bis zu 180 Beschäftigte, so der Insolvenzverwalter gegenüber der lokalen Presse, könne man vielleicht wieder anwachsen. Made in Marl ist damit Geschichte.

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