Foxconn-Vorstandsvorsitzender: Retail-Investments zahlen sich in einem Jahr aus

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Tai Guo Ming (Bild: Wikimedia commons)

Terry Guo (in China wird er „Tai Guo Ming“ genannt, von Wikipedia Tai Ming-Gou), Chairman der Foxconn-Gruppe, erwartet großes Wachstum für das Channel-Retail-Geschäft in einem Jahr, berichtet der taiwanische (und sich als gesamtchinesisch bezeichnende) Branchenlobbyist und Newsletter Digitimes.

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Guo ist mit der Produktion von Rechnern und Smartphones für Firmen wie Apple und Co richtig reich geworden. Die taiwanesische Hon Hai Group als Holding über den Foxconn-Fabriken, die über den Süden Chinas verteilt sind, gilt nicht gerade als menschenfreundlich. Doch nach einigen Skandalen mit Mitarbeiter-Selstmorden im vergangenen Jahr geht das Unternehmen sorgsamer mit den Angestellten um: Man werde die bereits fachkundigen Mitarbeiter umschulen um sie so zu Retailern zu machen.

Guos Investment in den Retail-Channel – um auch am anderen Ende der Lieferkette mitzuverdienen – brachte erstmal nur negative Zahlen. Er erklärte gegenüber Investoren, das Retail-Geschäft werde in China und auch anderen Ländern in einem Jahr Gewinne abwerfen. Der Markt in China sei zwar beim Einstieg vor Jahren noch nicht reif gewesen, doch jetzt denke der Milliardär sogar darüber nach, einige Retailer zu kaufen, um schnell Marktanteile zu gewinnen.

Die Produktion werde immer mehr automatisiert, die Mitarbeiter aber nicht gleich gekündigt, sondern zum Händler umgeschult. Man ermutige sie, zu Entrepeneuren zu werden. Feiner interpretiert beseitigt Foxconn Honhai damit die Verantwortung für Mitarbeiter – es sind ja alle Unternehmer jetzt – und kann, wenn dies funktioniert, nach Eroberung von Produktion und Handel auch noch die Zwischenhändler und ausländischen Marken übernehmen oder vom Markt drängen.

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