IBM: “Unsere Partner müssen sich keine Sorgen machen”

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IBM will dafür sorgen, dass es beim Verkauf der x86-Sparte an Lenovo einen nahtlosen Übergang gibt und Partner ihre Investitionen schützen können.

IBM hat am 23. Januar eine definitive Vereinbarung mit Lenovo zum Verkauf seiner x86-Server-Sparte getroffen. Ein genauer Zeitpunkt, wann diese Übernahme erfolgt, steht noch nicht fest. Verschiedene Aufsichts- und Kartellbehörden müssen noch ihre Zustimmung geben. Dieter Stehle Director System x Business Unit IBM DACH, erwartet aber, dass es im ersten Halbjahr nicht mehr passieren wird und eher im dritten oder vierten Quartal über die Bühne gehen wird. Die Transaktion betrifft das gesamte Intel-Geschäft von IBM einschließlich der HANA-Systeme.

In der Zwischenzeit setzt IBM auf einen nahtlosen Übergang und Kontinuität. Das ist personell dadurch gewährleistet, dass 7600 IBM Mitarbeiter zu Lenovo wechseln werden. „Die Partner können sich sicher sein, dass sie auch nach dem Verkauf die gleichen persönlichen Ansprechpartner haben werden“, betont Stehle. Auch die Zertifizierungen der Partner sollen weiter gültig sein. Auf der Cebit wird IBM neue technologische Innovationen für x86 zeigen, die eine wesentliche Leistungssteigerung ermöglichen und gerade in der Kombination mit SAP HANA Vorteile bieten.

Daneben wird IBM m 7. und 8. April in Mainz die IBM Business Partner-Veranstaltung unter dem Motto „The Art of Success“ als x86/PureSystems Ausbildung für Reseller und Techniker abhalten. Ziel der IBM ist dabei die Akquise von neuen Business Partnern und deren Angestellten für x86/PureSystems, die Förderung der Partner beim erfolgreichen Verkauf des x86 Produkt-Portfolios (System x und Storage) nach Teilnahme am Programm und die Motivation potenzieller Partner oder neuer Angestellter bei bestehenden Business Partnern zu erhöhen, die Basis mit x86 zu vertiefen.

Stehle erwartet für die Veranstaltung in Mainz eine dreistellige Teilnehmerzahl. Um die Information der Business Partner zu gewährleisten und Fragen persönlich zu beantworten, werden ab sofort wöchentliche offene Conference Calls von IBM veranstaltet. Stehle legt viel Wert auf den persönlichen Kontakt und die Ansprache der Business Partner.

Er hat bereits auf dem IBM Partnertag in Stuttgart wenige Tage nach der Ankündigung der Übernahme in drei vollbesetzten Sitzungen das Gespräch mit den Resellern gesucht. „Das Feedback der Business Partner ist positiv.“Es soll keine Unterbrechungen geben und die Kontinuität bei Produkten, Schulungen und Maintenance sichergestellt werden.

Stehle sieht im x86 Bereich eine Ergänzung des Lenovo Portfolios fast ohne Überschneidungen. „Lenovo hatte von IBM einige Tower Systeme lizenziert, aber das Geschäft war sehr klein.“ Viele IBM Business Partner verkaufen schon seit Jahren auch Lenovo Computer. Zwischen IBM und Lenovo wird es eine weitreichende OEM-Vereinbarung mit wechselseitiger Lizenzierung geben.

„Es gibt ein hohes Synergie Potenzial“, betont Stehle. Im Zug der Neuausrichtung des Partnerprogrammes wurde bei IBM die Zahl der Ansprechpartner für die Partner verdreifacht. IBM hat vor, weiter stark in diesen Bereich zu investieren. „Wir haben in DACH Marktanteile gewonnen und wollen das Geschäft weiter ausbauen. Die Business Partner müssen sich keine Sorgen machen“, so Stehle.

Eine wichtige Rolle, nämlich die eines ruhenden Pols, sollen die Distributoren beim Übergang spielen. Fast alle IBM Distributoren verkaufen auch Lenovo Produkte.
Die Distributoren sind für IBM die Schnittstelle zu den meisten Partnern im x86 Umfeld. In DACH gibt es 2500 kaufende Partner für x86.

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