Cisco plant Entlassungen

Strategie

Cisco Chef John Chambers will eine Milliarde Dollar Betriebsausgaben einsparen. Entlassungen sind die Folge.

Cisco steht vor einem schmerzhaften Unternehmensumbau. Cisco CEO John Chambers sagte bei der Vorstellung der Quartalszahlen zum dritten Quartal des Fiskaljahres 2011, die Firma werde ihr Geschäftsmodell dramatisch überarbeiten. Im Fiskaljahr 2012 sollen eine Milliarde Dollar Betriebsausgaben eingespart werden, vor allem im ersten Quartal, also im Sommer 2011. Das wird Entlassungen nach sich ziehen: Chambers bestätigte dies, machte aber keine Angaben, wie sich dies zahlenmäßig auswirken wird. Derzeit hat Cisco 73.408 Angestellte. COO Gary Moore kündigte an, die Belegschaft werde reduziert und auf neue strategische Bereiche ausgerichtet.

Cisco CEO John Chambers

Chambers will ein zweistelliges Wachstum erreichen und im aktuellen Quartal hat der Netzwerkhersteller diese Marke verfehlt. Der Umsatz legte um vier Prozent zu (zwei Prozent in Europa). Schwächen gab es bei öffentlichen Auftraggebern mit minus acht Prozent und der Consumer-Umsatz schrumpfte auf die Hälfte. Chambers nannte auch Set-Top-Boxen und Switches (vor allem im High-End) als Problembereiche. Im Switching-Markt ist aktuell ein starker Preisdruck zu spüren, ebenso im öffentlichen Bereich. Die Konkurrenz von HP, Juniper und Avaya macht Cisco stark zu schaffen.   

Erfolgreich operiert Cisco laut Chambers dagegen im Kollaborationsbereich, wo sich der Kauf von Tandberg auszuzahlen beginnt und bei Rechenzentrums-Virtualisierung und Cloud. Die Forschungsanstrengungen sollen auf Kernprodukte und Technologie-Plattformen der nächsten Generation ausgerichtet werden.